Unsere Partner

Unsere Partner

Grundsätzlich arbeiten wir mit allen Versicherern im Financial-Lines Bereich zusammen. Folgende Kriterien sind FINLEX bei der Auswahl der Versicherer besonders wichtig:

  • „Best in Front“ (pro Produkt)
  • Rating
  • Langfristigkeit des Engagements im Markt
  • Kapazitäten/Versicherungssummen
  • Anzahl (deutschsprachiger) Underwriter
  • Weitreichende Entscheidungsbefugnisse (in Deutschland)
  • Financial Lines Produkt-Know-how
  • Branchen- / Industrieexpertise
  • Internationalität (Auslandsnetzwerk und Prozesse bei IVP)
  • Eigene Schadenabteilung (in Deutschland)
  • Eigene Produktentwicklung
  • Servicequalität
  • Flexibilität

Anbieter auf unserer Maklerplattform sind u.a.:

roland-logo        ARAG_Logo


EH-Logo
           VOV-Logo-grau-7-jpg

CHUBB_Logo       Gothaer               

    

Bestandsbetreuung

Bestandsbetreuung

Sie wollen schnell den aktuellen Vertragsstand einsehen und ggf. eine Mitteilung an den Versicherer übermitteln? Im Bereich Bestandsbetreuung ist dies ohne Weiteres möglich. Hier haben Sie alle Ihre Financial Lines Verträge auf einen Blick und können sich schnell die gerade benötigten Informationen besorgen.

Wir arbeiten bereits an einer Weiterentwicklung dieser Funktion: Es wird uns in Zukunft möglich sein, sog. Zentral-Renewals durchzuführen. Das heißt, wir verhandeln die Verlängerung des Vertrages und das möglichst ohne Zusatzaufwand für Sie – das Verlängerungsangebot erhalten Sie dann direkt zum dazugehörigen Vertrag. Sollte ein Versicherer im Einzelfall Renewal-Informationen abfordern, so werden Sie die angeforderten Unterlagen über die Plattform übermitteln können.

Platzierung

Platzierung

Herzlichen Glückwunsch – die Ausschreibung war erfolgreich und der Kunde möchte das Angebot annehmen. Den Deckungsauftrag können Sie über unsere Plattform direkt an den Underwriter beim Versicherer übermitteln. Hierbei muss man lediglich das gewünschte Angebot auswählen, ggf. noch ausstehende Informationen bzw. Unterlagen übermitteln und die Deckung platzieren. Für die notwendige Dokumentierung ist ebenfalls gesorgt: Sie erhalten automatisiert einen Überblick über die Deckungsaufgabe.

Nachdem die Deckung durch den Versicherer bestätigt wurde, können Sie die dazugehörige Deckungsbestätigung herunterladen und Ihrem Kunden zukommen lassen. Aus der Ausschreibung wurde ein Bestandsvertrag – diesen können Sie im Bereich „Bestandsbetreuung“ jederzeit einsehen. Die dazugehörige Ausschreibung wird archiviert und ist auch zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit aufrufbar – Sie müssen nicht mehr Ihre E-Mails durchsuchen, um herauszufinden, wie der Ausschreibungsverlauf war.

Ausschreibung

Ausschreibung

Wir sind der Meinung, dass nahezu alle Ausschreibungen, insbesondere im Mittelstand, in einer Financial Lines Sparte nach dem gleichen Muster verlaufen und in 8 von 10 Fällen auch ohne „Probleme“ zum gewünschten Erfolg führen. Voraussetzung hierfür ist, dass man für eine ausreichende Informationsbasis sorgt, damit der Underwriter eine verlässliche Quotierung abgeben kann und diese auf Basis abgestimmter und marktführender Konzepte auch zum gewünschten Ergebnis führen.

Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrung im Bereich Financial Lines haben wir eine Funktion entwickelt, die wir uns immer selbst gewünscht haben und die eine professionelle und eigenständige Ausschreibung ermöglicht. In unserem System wird man anhand weniger Fragen durch eine Ausschreibung geführt und kann durch die Auswahl der gewünschten Versicherer eine Anfrage starten. Man muss nicht mehr mehrere E-Mails an die zuständigen Underwriter versenden – eine Eingabe genügt. Nachdem die Ausschreibung gestartet wurde, erhält man eine Ausschreibungszusammenfassung, die man zwecks Dokumentation zu seinen Unterlagen nehmen kann. So weiß man immer, welche Informationen übermittelt und welche Versicherer angefragt wurden.

Alle Versicherer machen Ihre Eingaben in unserem System. Das hat auch einen extrem wichtigen Grund: Mehrere Angebote zu einem kundenfertigen Ausschreibungsergebnis zusammenzuführen, ist für den Makler enorm aufwändig. Unser System führt die Angebote der Versicherer automatisiert zusammen, d.h. Sie erhalten auf Knopfdruck eine Angebotsübersicht. Zudem entfällt, auch unter Haftungsgesichtspunkten, eine wesentliche Herausforderung: Die Versicherungsbedingungen sind durch FINLEX verhandelt, geprüft und mit einem Bewertungssystem hinterlegt, so dass Sie immer sicher sein können, dass Ihr Kunde auch bedingungsseitig ein marktführendes Angebot erhält.

Sollte einmal eine Ausschreibung nicht zu dem gewünschten Ergebnis führen oder Verhandlungen ins Stocken geraten, können wir jederzeit auf Ihren Wunsch hin persönlich eingreifen und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Vertriebsunterstützung

Vertriebsunterstützung

„Sie haben doch bestimmt eine Broschüre oder Präsentation – senden Sie mir diese bitte zunächst zu.“

Wir sind sicher, dass Sie diese Kundenaussage auch regelmäßig hören. Damit Sie im Bereich der Financial Lines diesem Wunsch schnell nachkommen können, stellen wir Ihnen die relevanten Unterlagen gerne zur Verfügung.

Für jede Sparte finden Sie in diesem Bereich

• Produktblätter, die Sie Ihren Kunden zur Verfügung stellen können
• Beratungshilfen, die Ihnen helfen, sich auf Gespräche mit ihren (zukünftigen) Kunden vorzubereiten
• Präsentationen, die Sie vor Ort halten oder per E-Mail verschicken können
• Bedingungswerke und Fragebögen

Selbstverständlich sorgen wir dafür, dass diese Unterlagen stets aktuell gehalten werden, z.B. wenn sich die Markt- oder Haftungssituation in einem bestimmten Bereich ändert – so bleiben Sie immer auf dem Laufenden!

Besonders wichtig ist uns, dass Sie einige Dokumente auf „White Label Basis“ nutzen können, d.h. Sie können die Formate, insbesondere Präsentationen, mit Ihrem Firmenlogo versehen, um Ihre Marke bei ihren Kunden entsprechend zu positionieren und zu stärken. Auf Anfrage erhalten Sie von uns auch alle Produktblätter mit einem Ansprechpartner Ihres Hauses.

Informationen zu den Versicherern, die hinter den Produkten stehen, wie z.B. Ratings, die Zugehörigkeit zu einem Konzern oder die Anzahl der Financial Lines Schadenbearbeiter, vervollständigen das Modul „Vertriebsunterstützung“. Wir meinen, dass Ihre Kunden es schätzen, wenn Sie auch hier Marktkenntnis vorweisen können.

Financial Lines Wiki

Financial Lines Wiki

Fachbegriffe gibt es in jeder Sparte. Das ist im Bereich Financial Lines nicht anders. Aber im Gegensatz zu den „klassischen“ Kompositversicherungen haben die meisten Financial Lines – die Rechtsschutzversicherung ausgenommen – ihren Ursprung im Ausland. Es verwundert daher nicht, dass, wenn man sich mit diesen Sparten auseinandersetzt, man immer wieder mit ausländischen, insbesondere englischen Fachbegriffen in Berührung kommt. Hinzukommt, dass viele Produkte, da haftungsbezogen, entsprechend viele juristische Begriffe enthalten, die zumindest ein juristisches Basiswissen erfordern.

Fragt ein Kunde nach einem bestimmten Begriff, so muss man ihm schnellstmöglich eine fundierte Erklärung liefern. Jeder kennt die Situation, dass man zunächst etwas telefonisch erklärt, vielleicht nicht sofort die richtigen Worte findet und dem Kunden die Erklärung nachliefern möchte. Danach beginnt die Suche: Bei welchem Kunden habe ich diese Frage schon einmal beantwortet? Vielleicht kann der Kollege helfen? Oder sollte ich einen Underwriter anrufen? So oder so: der Aufwand und die gebundenen Kapazitäten sind hoch.

Unser Financial Lines Wiki haben wir genau vor diesem Hintergrund erstellt:
Es bietet Ihnen die Möglichkeit, nach Fachbegriffen zu suchen und die Erläuterung mit Ihren Kunden zu teilen. Soweit es die Komplexität des Themas zulässt, sind die Artikel kurz gehalten, damit Sie sie direkt in einem Telefonat oder in einer E-Mail für die konkrete Beantwortung einer Kundenfrage nutzen können. Die Verlinkung innerhalb der Artikel hilft Ihnen, Zusammenhänge besser einzuordnen, erspart Ihnen enorm viel Zeit und trägt dazu bei, dass Sie Ihre Kunden besser und effizienter betreuen können. Wir arbeiten regelmäßig am Ausbau unseres Financial Lines Wiki. Sollten Sie einen erklärungsbedürftigen Fachbegriff vermissen, so können Sie uns jederzeit eine kurze E-Mail schicken: Wir lassen Ihnen werktags binnen 24 Stunden unseren Artikel zukommen und stellen diesen online.

Informationsplattform

Informationsplattform

Newsletter, Social Media, Presse, Marktupdates, Webinare, etc.!
Erhalten Sie auch so viele Informationen am Tag, dass Sie gar nicht mehr wissen, was relevant und für Ihren Kunden von Nutzen ist? Und das nicht nur innerhalb einer Sparte, sondern für alle betrieblichen (und ggf. auch privaten) Versicherungen?

FINLEX setzt diesen Filter für Sie, denn wir konzentrieren uns ausschließlich auf Financial Lines:
Über unser Modul „Informationsplattform“ halten wir Sie proaktiv über die Entwicklungen auf dem Financial Lines Markt informiert. Hier stellen wir Ihnen regelmäßig relevante Nachrichten, neue Produkte, interessante Urteile oder Gesetzesänderungen aufbereitet und kommentiert zur Verfügung. So können Sie sich auch, z.B. in Vorbereitung auf ein Kundengespräch, zu aktuellen Financial Lines Themen schnell informieren. Dabei werden alle Artikel von uns verfasst, sind in der täglichen Praxis nutzbar und stiften einen konkreten Mehrwert für Ihre Kunden.

Auf die Informationen haben Sie jederzeit Zugriff und über die Suchfunktion können Sie selbst Monate oder Jahre später einen Artikel wieder finden. Eine weitere nützliche Funktion ist die Verlinkung innerhalb unserer Artikel: gerade in Beiträgen, in welchen auf Gesetze oder andere externe Wissensquellen verwiesen wird, bieten die Links eine komfortable Unterstützung und führen Sie durch ein Themengebiet.

So funktioniert´s

So funktioniert´s

FINLEX vereint moderne und benutzerfreundliche Technologie mit persönlicher Unterstützung! Testen Sie unsere exklusiven und marktführenden Bedingungen sowie unseren exzellenten Service im Bereich der Vermögensschaden-Versicherungen (sog. Financial Lines).

So einfach erhalten Sie einen kostenfreien Zugang zu unserer FINLEX-Plattform:

  1. Sprechen Sie uns an (telefonisch, per Email oder per Kontaktformular) – wir informieren Sie gerne über unsere Dienstleistung. Bei Interesse lassen wir Ihnen unseren Kooperationsvertrag zukommen. Dies ist die Basis unserer vertrauensvollen und transparenten Zusammenarbeit.
  2. Im Anschluss erstellen wir für alle Mitarbeiter Ihres Hauses, die unsere Plattform nutzen sollen, einen personalisierten Zugang zu allen Modulen.
  3. Anschließend können Sie loslegen: Nutzen Sie die von uns erstellten Informationen und Unterlagen sowie die Ausschreibungs- und Platzierungsfunktion, um Ihre Kunden bestmöglich im Bereich der Financial Lines zu betreuen.
Vorteile der Plattform

Vorteile der Plattform

Im Folgenden finden Sie die Vorteile der Maklerplattform:

Marktführende Konzepte

FINLEX konzentriert sich ausschließlich auf Vermögensschaden-Versicherungen und bietet Zugang nur zu den Versicherungslösungen, die wir inhaltlich auch verstehen.

Dabei haben wir den Anspruch, für alle Risiken und Kundengruppen, proaktiv marktführende, exklusive Versicherungskonzepte umzusetzen – denn Produktinnovationen machen einen Spezialisten nicht nur aus, sie werden von ihm erwartet. Dieser Anforderung sind wir uns bewusst – überzeugen Sie sich selbst von der Bedingungsqualität der Produkte.

Keine Mehrkosten

Die Nutzung der Maklerplattform einschließlich aller Funktionen (z.B. Ausschreibungs- und Platzierungsfunktion) ist mit keinen versteckten Mehrkosten für Sie verbunden.

Höchste Sicherheit

In der Zusammenarbeit mit FINLEX behalten Sie die volle Kontrolle über Ihre Daten. Die Server der Plattform stehen in Deutschland und unterliegen höchsten Sicherheitsanforderungen. Die Plattform wird über eine 256-bit sichere Banken-Verschlüsselung und ein entsprechendes SSL-Zertifikat abgesichert.

Sollten Sie sich irgendwann dazu entscheiden, die Zusammenarbeit mit FINLEX zu beenden, verpflichten wir uns, Ihre Daten gemäß der Kooperationsvereinbarung zu löschen (Ausnahme: die Daten, die wir im Rahmen der gesetzlichen Pflichten bereithalten müssen).

Volle Transparenz

FINLEX steht für volle Transparenz. Sie erhalten Zugang zu den besten Produkten von den besten Versicherern. Unterschiede können jederzeit durch synoptische Vergleiche abgerufen werden.

Persönliche Unterstützung

Die Digitalisierung als Chance zu sehen und Ihnen mit der Maklerplattform ein Instrument zu geben, mit dem Sie eigenständig, schnell, sicher und professionell Ihr Financial Lines Geschäft betreiben können, bedeutet nicht, dass Sie auf sich alleine gestellt sind. Zu jeder Zeit sind Ihre Ansprechpartner bei FINLEX persönlich für Sie greifbar und unterstützen Sie in allen Situationen, in denen Sie auf persönliche Unterstützung zurückgreifen möchten.

Einfache Bedienung

Mit der FINLEX Maklerplattform erwartet Sie (kein weiteres) kompliziertes Tool für Ihre tägliche Arbeit. Die Lösung ist einfach in Ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Der Aufbau der Plattform und die Anordnung der Funktionen sind klar und übersichtlich. Die Bedienung der Plattform ist zudem weitestgehend intuitiv bzw. selbsterklärend. Zusätzliche Hinweise und Informationsfelder an den Stellen, die einer Erklärung bedürfen, führen Sie sicher und schnell durch die Ausschreibungs- und Platzierungsfunktion. Unterschiedliche Rollen und Hierarchieebenen in der Plattform sorgen dafür, dass die handelnden Personen in Ihrem Haus Zugriff auf die Funktionen haben, die für Ihre jeweilige Tätigkeit auch wichtig sind (z.B. Reporting-Funktion für die Geschäftsleitung/Abteilungsleitung, Ausschreibungs- und Platzierungsfunktion für die Fachverantwortlichen, etc.).

Die ersten Schritte müssen Sie nicht alleine gehen: Gerne geben wir Ihnen eine Einführung und unterstützen Sie bei Bedarf auch persönlich bei Ihren ersten Ausschreibungen, die Sie über die Plattform abwickeln möchten.

Alle Module im Überblick

Die Maklerplattform besteht zur Zeit aus sechs Modulen und wird zukünftig um weitere Module erweitert.

EUROFORUM Haftpflicht 2016

Sebastian Klapper hat beim EUROFORUM Haftpflicht / Financial Lines 2016 zum Thema Prospekthaftung referiert und die aktuellen Entwicklungen auf Haftungsebene sowie beim Risikotransfer mit Hilfe einer Prospekt-Versicherung beschrieben.

Maßgeblich für die Veränderungen waren die Gesetzesänderung, die 2012 inkraft getreten ist (Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler und Vermögensanlagenrechts), einige prägnante Schadenfälle der jüngeren Vergangenheit und der gestiegene Bedarf von Unternehmen und Organmitgliedern an einem umfassenderen Schutz im Kapitalmarktumfeld.

Die Entwicklung der Produkte beschreibt Klapper wie folgt: „Die Produkte entwickeln sich von einer Prospekt-Versicherung des Emittenten hin zu einer „Börsengangs-Versicherung“ bzw. umfangreichen „Projekt-Versicherung“, bei der mehrere Interessengruppen vom dem Schutz partizipieren können.“

Link(s):
EUROFORUM Haftpflicht 2016

D&O-Selbstbehaltsversicherung

D&O-Selbstbehaltsversicherung

Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung („VorstAG“) ist seit dem 05.08.2009 in Kraft. Hierbei wurde unter anderem der § 93 Abs. 2 AktG um folgenden Satz ergänzt:
„Schließt die Gesellschaft eine Versicherung zur Absicherung eines Vorstandsmitglieds gegen Risiken aus dessen beruflicher Tätigkeit für die Gesellschaft ab, ist ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vorzusehen.“

Um diesen Selbstbehalt abzusichern, hat der Versicherungsmarkt entsprechende Lösungen entwickelt.

Was ist versichert?
Versichert ist in Höhe der vereinbarten Versicherungssumme der gesetzliche Pflichtselbstbehalt nach § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG, den ein Vorstand einer deutschen Aktiengesellschaft zu tragen hat, wenn dieser bei einem berechtigten Schadenersatzanspruch der Gesellschaft Versicherungsschutz unter der D&O-Unternehmenspolice genießt. Die Höhe der Versicherungssumme sollte dem 1,5fachen der jährlichen Festvergütung des Vorstands entsprechen. Damit D&O-Selbstbehaltsversicherungen im Versicherungsfall auch funktionieren, sind diverse Kriterien zu berücksichtigen: Unter anderem ist eine regelmäßige Überprüfung der Versicherungssumme und entsprechende Anpassung, insbesondere bei Gehaltserhöhungen, unabdingbar.

Wer ist versichert?
Versichert ist ausschließlich der  jeweilige Vorstand der Aktiengesellschaft in dieser Funktion. Entspricht eine börsennotierte Aktiengesellschaft dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vollständig, sollten auch die Aufsichtsräte den Abschluss eine solcher Police in Betracht ziehen.

Vorstände von Gesellschaften, auf die wegen gesetzlicher Verweisungen das deutsche Aktienrecht anwendbar ist (z.B. SE, VVaG, etc.) oder vom Selbstbehalt betroffene Organe „öffentlicher“ Unternehmen (z.B. Stadtwerke, Messebetriebe oder Flughäfen), die sich dem Public Corporate Governance Kodex (PCGK) unterworfen haben, sollten auch die Platzierung einer D&O-Selbstbehaltsversicherung erwägen.

Wer versichert?
Es liegt nahe, dass die D&O-Selbstbehaltspolice bei dem Versicherer eingekauft wird, bei dem auch die D&O-Konzernversicherung besteht. Nahezu jeder Versicherer, der D&O-Versicherungen anbietet, kann auch darauf abgestimmte D&O-Selbstbehaltsversicherungen zur Verfügung stellen. Bei der Ausgestaltung der Versicherung sind verschiedene Kriterien zu beachten, so dass es unter Umständen sogar Sinn machen kann, die D&O-Selbstbehaltspolice bei einem anderen Versicherer als der D&O-Konzernversicherung zu platzieren (auch wenn es dadurch „auf den ersten Blick“ komplizierter wird).

Persönliche D&O-Versicherung

Persönliche D&O-Versicherung

Die Persönliche D&O-Versicherung eignet sich für Manager, die selbst – zusätzlich zu einer bestehenden (aber vermeintlich nicht ausreichenden) D&O-Konzernversicherung oder weil keine D&O-Versicherung für das Unternehmen besteht – vorsorgen wollen.

Was ist versichert?

Der Versicherungsschutz ist vergleichbar mit dem einer D&O-Konzernversicherung. Wesentlicher Unterschied ist, dass lediglich eine Person versichert ist und keine andere Person auf diese Versicherungssumme zugreifen kann.

Wird einem Manager die Verletzung von Pflichten vorgeworfen und ein Anspruch auf Ersatz des durch die vorgeworfene Pflichtverletzung entstandenen Vermögensschadens gestellt (Versicherungsfall), ist es die Aufgabe des D&O-Versicherers die Haftungsfrage zu prüfen, unberechtigte Ansprüche gegen den Manager abzuwehren und – sollte die Abwehr nicht gelingen – den Schadenersatz für den Manager zu leisten.

Ergänzend zu diesen typischen Funktionen einer Haftpflichtversicherung gibt es in aller Regel weitere Deckungsbestandteile, die den Manager in bestimmten Situationen schützen können (z.B. Übernahme der Rechtskosten bei vorzeitiger Beendigung des Anstellungsvertrages im Vorfeld eines Schadenersatzanspruchs, Strafrechtsschutz, Kosten zur Minderung von Reputationsschäden, etc.).

Wer ist versichert?

Versicherte Person (und Versicherungsnehmer) ist ausschließlich der  jeweilige  Manager in der benannten versicherten Funktion.

Wer versichert?

Von der Vielzahl der D&O-Versicherer in Deutschland gibt es derzeit ca. eine Hand voll Versicherer, die in der Lage sind, D&O-Individualversicherungen anzubieten. Demnach erreichen die derzeit „pro Person“ verfügbaren Versicherungssummen noch nicht annähernd die Höhe, die Unternehmen einkaufen können.

D&O-Unternehmensversicherung

D&O-Unternehmensversicherung

Eine D&O-Unternehmensversicherung ist heute fester Bestandteil des Versicherungsportfolios eines Unternehmens, sowohl im Mittelstand als auch bei Großunternehmen und Finanzdienstleistern.

Was ist versichert?
Wird einem Manager die Verletzung von Pflichten vorgeworfen und ein Anspruch auf Ersatz des durch die vorgeworfene Pflichtverletzung entstandenen Vermögensschadens gestellt (Versicherungsfall), ist es die Aufgabe des D&O-Versicherers die Haftungsfrage zu prüfen, unberechtigte Ansprüche gegen den Manager abzuwehren und – sollte die Abwehr nicht gelingen – den Schadenersatz für den Manager zu leisten.

Das Bezugsrecht im Versicherungsfall haben also die Manager selbst. Dem Unternehmen stehen im Versicherungsfall, obwohl es in vielen Fällen selbst der Anspruchsteller ist und die Prämie bezahlt, keine Rechte zu (Ausnahme: Vereinzelt beinhalten D&O-Unternehmensversicherungen Deckungsbestandteile, die auch dem Unternehmen selber als sog. Entity-Deckung zur Verfügung stehen können). Die Kosten des Unternehmens für die rechtliche Verfolgung von Managern sind vom Unternehmen selbst zu tragen und auch nicht anderweitig versicherbar.

Ergänzend zu diesen typischen Funktionen einer Haftpflichtversicherung gibt es in aller Regel weitere Deckungsbestandteile, die den Manager in bestimmten Situationen schützen können (z.B. Übernahme der Rechtskosten bei vorzeitiger Beendigung des Anstellungsvertrages im Vorfeld eines Schadenersatzanspruchs, Strafrechtsschutz, Kosten zur Minderung von Reputationsschäden, etc.).

Wer ist versichert?
In den allermeisten Fällen schließt das Unternehmen die Versicherung zugunsten aller Manager pauschal (ohne namentliche Nennung) ab und bezahlt die Versicherungsprämie als steuerlich abzugsfähige Betriebsausgabe (D&O-Unternehmenspolice). Üblicherweise sind die Manager aller Tochtergesellschaften weltweit versichert.

Manager und damit „versicherte Personen“ im Rahmen einer D&O-Versicherung sind typischerweise:

  • Mitglieder von Leitungsorganen (Vorstand, Geschäftsführung, etc.)
  • Mitglieder von Kontrollorganen (Aufsichtsrat, Beirat, etc.)
  • Weitere Personenkreise, die eine leitende Funktion bzw. besondere Stellung im Unternehmen haben (Generalbevollmächtigte, Prokuristen, leitende Angestellte, Compliance Officer, etc.)

In Einzelfällen kann eine D&O-Unternehmenspolice durch „D&O-Nebenprodukte“ ergänzt werden, z.B. eine separate D&O-Unternehmenspolice zugunsten ausgeschiedener Manager oder auch (ausschließlich) zugunsten des Aufsichtsrats, der Manager einer Konzernmuttergesellschaft, etc.

Eine weitere Ausprägung ist die sog. PTL- oder auch Fiduciary-Versicherung. Sie bietet als kombinierte D&O- und E&O-Versicherung speziellen Versicherungsschutz für das rechtlich selbständige Pensionssondervermögen und die handelnden Personen, die mit der Verwaltung und Kontrolle des Pensionssondervermögens des Unternehmens betraut sind.

Wer versichert?

In Deutschland gibt es mittlerweile eine hohe Anzahl von D&O-Versicherern, derzeit ca. 35. Da Unternehmen aufgrund ihrer globalen Aktivitäten und in Zeiten von Compliance zunehmend auch internationale Versicherungsprogramme (sog. Master- und Lokalpolicen) umsetzen sollten, reduziert sich die Anzahl der möglichen „Führungsversicherer“ realistischerweise auf unter zehn.

D&O-Individualversicherung

D&O-Individualversicherung

In bestimmten Situationen kann (oder sollte) ein Manager den Versicherungsschutz, den er (in der Regel) über eine D&O-Unternehmenspolice genießt, durch persönliche „D&O-Nebenprodukte“ ergänzen, z.B.:

  • D&O-Selbstbehaltsversicherung / D&O-SB-Versicherung
  • Persönliche D&O-Versicherung / D&O-Individualpolice
  • Persönliche  CRO D&O-Versicherung für Interimsmanager von Unternehmen in Krisensituationen

Die Versicherungsprämien einer D&O-Individualversicherung sind in aller Regel vom Manager selbst zu bezahlen. Sie können aber als Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden.

Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für verkammerte Berufe

Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für verkammerte Berufe

Die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen für verkammerte Berufe, hier insbesondere Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, ist eine Pflichtversicherung. Geläufig ist dabei der Begriff der „Berufshaftpflichtversicherung“, im Englischen als „Professional Indemnity (PI)“ bekannt.

Den deutschen Markt prägend ist ein Klientel, welches bei ihrer Berufshaftpflicht auf etablierte Versicherer und bekannte Versicherungslösungen auf „Verstoßbasis“ setzt. Für neue Risikoträger ist es schwer sich im Markt zu positionieren, so dass der Wettbewerb eher eingeschränkt ist. Dies äußert sich in langen Lebenszyklen der Produkte, wobei der Markt, im Gegensatz z.B. zur D&O, hauptsächlich von Versicherer- und nicht Maklerbedingungswerken dominiert wird. Weiterhin charakteristisch für diesen Markt sind die weitestgehend konstanten Prämien.

In der Praxis oft relevant ist, neben der Stammdeckung, der Bereich der so genannten „Objektdeckungen“. Dies ist in Verfahren nach der Insolvenzordnung oder bei größeren Mandaten regelmäßig ein akutes Thema. Schnelligkeit, Verbindlichkeit und der direkte Zugang zu Underwritern sind dabei essentiell.

Was ist versichert?
Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers wegen eines bei der Ausübung beruflicher Tätigkeit begangenen Verstoßes. Die Höhe der Versicherungssumme muss dabei mindestens der gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungssumme nach der jeweiligen Berufsordnung entsprechen. Hierbei zu beachten Sie diverse Kriterien, z.B. die Rechtsform der juristischen Person oder etwaige Besonderheiten einer interdisziplinären Berufsgemeinschaft.

Wer ist versichert?
Hier gilt es zunächst zu differenzieren, wer Versicherungsnehmerin ist. Handelt es sich um eine einzelne natürliche Person, so ist diese die versicherungsnehmende Berufsträgerin. Bei juristischen Personen, z.B. einer Rechtanwalts-GmbH, oder Personengesellschaften, z.B. einer Rechtanwalts GbR, ist dies die Gesellschaft selbst. Dabei sind die für die Gesellschaft tätigen Sozien (bei einer GbR), Partner (bei einer Partnerschaftsgesellschaft), Geschäftsführer (bei einer GmbH) und Vorstände (bei einer AG) sowie die angestellten Berufsträger versichert. Die versicherte Tätigkeit ist dabei die jeweilige angegebene Berufsausübung der versicherten Personen, z.B. als Rechtsanwalt und/oder Steuerberater.

Wer versichert?
Der Anbietermarkt ist überschaubar. Erstzunehmend sind in etwa ein halbes Dutzend an Versicherern, wobei diese sich in der jeweiligen Zeichnungspolitik stark unterscheiden. Zwei Anbieter dominieren dabei den Markt und können teilweise Kapazitäten im dreistelligen Millionenbereich zur Verfügung stellen. Dies ist insbesondere bei großen Objektanfragen sehr hilfreich.

Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für Dienstleister

Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für Dienstleister

Das Marktsegment der Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen für den „freien“ (nicht verkammerten) Dienstleistungssektor ist sehr heterogen. Geläufig ist dabei der Begriff der „Berufshaftpflichtversicherung“, im Englischen als „Professional Indemnity (PI)“ bekannt. Oftmals werden die Bezeichnungen „Professional Indemnity (PI)“ und „Errors & Omissions (E&O)“ inhaltsgleich verwendet.

Aufgrund der per se am Markt vorhandenen Vielfalt von Berufen, Dienstleistungen und Branchen, der nicht vorhandenen berufsrechtlichen bzw. berufsständischen Regelungen und der ständigen durch gesamtwirtschaftliche Entwicklungen wie z.B. „Outsourcing“ geprägten Veränderung des Dienstleistungssektors lässt sich ein einheitlicher Versicherungsstandard kaum erkennen. Die Internationalisierung der Dienstleistungsunternehmen durch Übernahmen aus dem Ausland, dem Angebot grenzüberschreitender Dienstleistungen oder die Expansion ins Ausland mit eigenen Niederlassungen oder Tochtergesellschaften trägt ihren Teil dazu bei.

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherer bieten für viele der Berufe, Dienstleistungen und Branchen Versicherungskonzepte an. Die überwiegende Anzahl der Produkte basiert auf den Allgemeinen Bedingungen zur Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (AVB), jeweils ergänzt um berufs- oder branchenbezogene Besondere Bedingungen und Risikobeschreibungen. Ergänzt werden können die Versicherungslösungen um bestimmte Bausteine, z.B. eine Büro-/Betriebshaftpflichtversicherung, den Einsatz des Internets oder (von einigen innovativen Versicherern angeboten) einen Cyber-Baustein. Unternehmen im „ freien“ (nicht verkammerten) Dienstleistungssektor, die eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einkaufen, sind typischerweise:

  • Medienunternehmen (z.B. Werbeagenturen, Verlage, etc.)
  • IT-Dienstleister (z.B. Softwareentwickler, IT-Berater, etc.)
  • Unternehmensberater und/oder Interimsmanager
  • Immobiliendienstleister (z.B. Real Estate Asset Manager, Property Manager, etc.)
  • etc.

FINLEX bietet zur Zeit keine Vermögenschadenhaftpflichtversicherungen für Architekten und Ärzte an.

Meist werden die Versicherungsverträge in Form von Jahresverträgen abgeschlossen. Auch hier kann jedoch (ähnlich wie bei den verkammerten Berufen) unterjährig, z.B.aufgrund Anforderung des Auftraggebers, der Bedarf entstehen, eine auftragsbezogene (und. ggf. auftraggeberfinanzierte) Einzelversicherung („Objektdeckung“) abzuschliessen.

Was ist versichert?
Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht (privatrechtlichen Inhalts) des Versicherungsnehmers wegen eines bei der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit begangenen Verstoßes. Versichert ist in aller Regel ausschließlich die in der Risikobeschreibung angegebene Tätigkeit der Versicherungsnehmerin. Die Höhe der Versicherungssumme ist dabei grundsätzlich frei wählbar. Bei der Wahl der „passenden“ Versicherungssumme und etwaiger Maximierungen sind diverse Kriterien zu beachten, z.B. die durchschnittlichen Auftragsvolumina oder die regelmäßig vereinbarten vertraglichen Haftungsbegrenzungen.

Ein wichtiger Teilmarkt, die Unternehmensberatungs- und Interimsmanagementbranche, hat insbesondere in vorinsolvenzlichen bzw. außergerichtlichen Sanierungssituationen die Besonderheit, dass neben der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für die Beratungsleistung die Platzierung einer ergänzenden Objektdeckung, die Persönliche CRO-D&O-Versicherung, unter Umständen notwendig wird. Siehe hierzu: CRO D&O

Wer ist versichert?
Hier gilt es zu differenzieren, wer Versicherungsnehmerin ist. Handelt es sich um eine einzelne natürliche Person, so ist diese auch Versicherungsnehmerin. Bei juristischen Personen ist dies die Gesellschaft selbst. Dabei sind die für die Gesellschaft tätigen Mitarbeiter ebenfalls versichert.

Wer versichert?
Betrachtet man den gesamten Markt der Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen ist festzuhalten, dass  – bis auf wenige Anbieter auf Makler- und Versichererseite, die zumeist für ein kleines Klientel (Selbstständige mit keinen bzw. wenigen Mitarbeitern) moderne Versicherungsprodukte auf Internet-Plattformen anbieten – wenig Weiterentwicklung (vermeintlich notwendige Anpassung an bereits bestehende Bedarfe auf Kundenseite) und noch weniger Innovation und Bewegung stattfindet. Mangels Transparenz kaufen viele Kunden de facto durchschnittliche Konzepte ein, obwohl es deutlich bessere Ansätze, insbesondere bei auf dem deutschen Markt jüngeren Risikoträgern, gibt.

Der Anbietermarkt ist relativ groß. Erstzunehmen sind in etwa ein halbes Dutzend an Versicherern, wobei diese sich in der jeweiligen Zeichnungspolitik stark unterscheiden.

Prospekthaftungs-Versicherung (Public Offering of Securities Insurance – POSI)

Prospekthaftungs-Versicherung (Public Offering of Securities Insurance – POSI)

Die Bezeichnung „POSI“ (Public Offering of Securities Insurance) steht im Wesentlichen für das Absicherungskonzept gegen das Prospekthaftungsrisiko bei einer Kapitalmarktemission. Bei der öffentlichen Platzierung von Wertpapieren ist der Emittent gesetzlich verpflichtet, ein Wertpapierprospekt zu veröffentlichen, welches umfassende Informationen über die Chancen und Risiken des Wertpapiers enthält. Enthalten Wertpapierprospekte dann möglicherweise unrichtige oder unvollständige Risikoangaben, so können den Anlegern finanzielle Verluste wiederfahren. Schadenersatzansprüche dieser Anleger können die Folge sein. Die POSI ist eine Haftpflichtversicherung, d.h. sie bietet entsprechenden Kostenschutz für die Prüfung der Haftpflichtfrage und der Abwehr unberechtigter Ansprüche und befriedigt berechtigte Ansprüche.

Dabei ist der erstmalige „Gang aufs Parkett“ (Börsengang/IPO – Initial Public Offering) für den Herausgeber der Wertpapiere (Emittent) besonders risikoträchtig, da er sich hier auf einen bisher unbekannten Weg begibt. Nicht nur der IPO sondern auch andere prospektpflichtige Kapitalmarktmaßnahmen, insbesondere SPOs – Secondary Public Offerings, Kapitalerhöhungen oder Fremdkapitalemissionen (Anleihen) unterliegen dem Prospekthaftungsrisiko.

Aufgrund der aktuellen Rechtsprechung (Stichwort: Telekom/KfW-Urteil) und einer verschärften Gesetzeslage, insbesondere eine bis zu 10 Jahren dauernde Verjährungsfrist, werden vermehrt höhere Versicherungssummen von den Emittenten eingekauft. Branchenkenner gehen davon aus, dass dieser Trend auch weiter anhalten wird. Der Beratungsbedarf bei diesen Absicherungsprodukten ist sehr hoch.

Was ist versichert?
Die POSI-Versicherung gewährt als Spezialdeckung Schutz gegen Haftungsrisiken im Zusammenhang mit einer Kapitalmarktmaßnahme. Andere Versicherungen des Unternehmens, welches die Wertpapiere emittiert, insbesondere die D&O-Versicherung bieten keinen hinreichenden Deckungsschutz und können zudem auch nicht die weitreichenden Interessen der Beteiligten (z.B. Eigenschaden des Emittenten, Ansprüche von Banken) mit absichern.
Dementsprechend sind folgende Deckungsbausteine mit versicherbar:

  • Roadshows und sonstige Äußerungen
  • Mitversicherung von im „Underwriting Agreement“ freigestellten Konsortialbanken
  • Versicherungsschutz für veräußernde Aktionäre („Selling Shareholder“)

Wer ist versichert?

  • die Gesellschaft als Emittentin
  • Organmitglieder und Arbeitnehmer
  • ggf. Dritte

Wer versichert?
Im Gegensatz zum mittlerweile ganzjährig hochaktiven Anleihen-Emissionsmarkt ist der Markt für Eigenkapital-Emissionen (IPO, SPO, etc.) erst seit Ende 2012 wieder richtig aktiv, wobei der Markt für die sogenannten Minibonds (Anleihen von Mittelstandsunternehmen) zur Zeit zum Erliegen gekommen ist. Die momentane Niedrigzinsphase der Notenbanken lässt jedoch diese alternative Finanzierung über den Kapitalmarkt neben dem regulären Bankdarlehen für Unternehmen weiterhin attraktiv erscheinen.
In Deutschland sind die führenden D&O-Versicherer auch zugleich die POSI-Versicherer. Maximale im deutschen Markt platzierbare Kapazität beträgt zur Zeit ca. EUR 450 Mio. Versicherungssumme.

Garantieversicherung bei Unternehmenstransaktionen (Warranty & Indemnity – W&I)

Garantieversicherung bei Unternehmenstransaktionen (Warranty & Indemnity – W&I)

Der Markt für Unternehmenstransaktionen erlebt zur Zeit einen regelrechten Boom. Im Zuge dessen ist auch die Nachfrage nach Versicherungslösungen für M&A-Risiken in Form von Garantie- oder Gewährleistungsversicherungen (Warranty & Indemnity Insurances – W&I) in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen.

Was ist versichert?
Bei der W&I geht es um die Absicherung von Vermögenseinbußen in Folge von Garantie- oder Gewährleistungsversprechen. Sowohl Käufer als auch Verkäufer einer Unternehmenstransaktion können grundsätzlich eine W&I abschließen, die insbesondere dann eingreifen soll, wenn sich ein vom Verkäufer abgegebenes Garantieversprechen als unrichtig herausstellt. Denn ist die vom Verkäufer abgegebene Garantie (bspw. im Hinblick auf die Richtigkeit von steuerlichen Vorgängen oder die Belastungsfreiheit von Geschäftsanteilen) fehlerhaft, haftet der Verkäufer dem Käufer grundsätzlich aus der vertraglichen Garantie. Versicherbar sind hauptsächlich unbekannte, durch Garantieversprechen abgedeckte Risiken. Vom Verkäufer und Käufer bekannte Risiken, wie üblicherweise Gegenstand von Freistellungen, sind nur in Ausnahmefällen versicherbar.

Besondere Unterformen der W&I sind dabei:

  • Tax Indemnity Insurance           Absicherung gegen unerwartete Steuereffekte
  • Litigation Buyout Insurance      Absicherung gegen anhängige oder drohende Rechtsstreitigkeiten
  • Environmental Insurance          Absicherung gegen Umweltrisiken
  • Special Situation Insurance      Absicherung gegen bekannte, bereits im Vorfeld identifizierte Risiken

Wer ist versichert?
Ist der Verkäufer Versicherungsnehmer, erwirbt er bei Haftung aufgrund einer fehlerhaften Garantie einen Anspruch gegen den Versicherer auf Freistellung von Haftungsansprüchen des Käufers.

Ist der Käufer Versicherungsnehmer, erwirbt er aufgrund einer fehlerhaften Garantie einen Anspruch gegen den Versicherer auf Ausgleich des entstandenen Schadens.

Die Warranty & Indemnity Insurance dient damit letztlich sowohl den Verkäufern- als auch den Käuferinteressenten, und zwar unabhängig davon, wer von beiden den Versicherungsvertrag abgeschlossen hat.

Wer versichert?
Eine Hand voll Versicherer bieten ihre Kapazität in Deutschland an. Mittlerweile haben die Versicherer auch die entscheidenden Underwriter in Deutschland, sodass zeitraubende Kommunikationswege über London überflüssig geworden sind. In der Vergangenheit ist der Risikotransfer oft daran gescheitert, dass eine Versicherungslösung von den Parteien meistens erst recht spät im Rahmen der M&A-Vorbereitung adressiert wurde und die Versicherer selber ein umfangreiches Underwriting wünschten. Insofern orientieren sich die Versicherer mittlerweile an den zugänglichen Informationen aus der Due Dilligence. Die Kosten einer W&I liegen im Durchschnitt etwa zwischen 0,9 und 2 % der Deckungssumme, wobei in letzter Zeit die Tendenz von sinkenden Versicherungsprämien erkennbar ist.

Leistungsversprechen

„Theorie und Praxis effizient verzahnen – das ist unser Angebot an Sie!“

Wir setzen uns mit komplexen Haftungssituationen, abstrakten Risiken sowie verklauselten Vertragswerken täglich bis ins Detail auseinander. Diese „wissenschaftliche“, qualitativ hochwertige Arbeit ist die Basis unseres Tuns. Allerdings wäre dieses nahezu wertlos, wenn wir es nicht in transparenten Produkten und passenden Lösungen für unsere Kunden verarbeiten würden. Die praktische Umsetzung ist dabei meist noch der anspruchsvollste Teil. Komplizierte Dinge einfach machen, ist Teil unserer Philosophie. Für Sie heißt das konkret:

  • Die fortlaufende Entwicklung von bedarfsgerechten Versicherungslösungen, um einen maximalen Grad an Absicherung zu erzielen, ist die Basis unserer Arbeit.
  • Unsere Risikoanalysen (z.B. Synopsen und Gutachten) beleuchten alle relevanten Aspekte Ihrer Situation detailliert und beinhalten Lösungsansätze.
  • Wir geben Ihnen die Werkzeuge an die Hand, um alle Financial Lines Themen beherrschbar zu machen und sich auch gegenüber Ihrem Kunden zu „enthaften“.
  • Zu viele Informationen können erschlagend sein – wir sind Ihr „Filter“ und halten Sie proaktiv auf dem Laufenden.

Mit der jahrelangen Erfahrung in diesem Segment hat das Team von FINLEX bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass es in der Lage ist, diesem Anspruch gerecht zu werden. Dabei ist es auch wichtig, die Grenzen der jeweiligen Märkte zu kennen, um schnellstmöglich die passende und effiziente Lösung zu finden.

Transparenz

„Offener und ehrlicher Umgang ist für FINLEX das Fundament für gemeinsamen Erfolg.“

FINLEX steht zu voller Transparenz.

Auch ohne gesetzliche Regelung ist die Offenlegung unserer Vergütung selbstverständlich. Wir garantieren unseren Geschäftspartnern, dass wir neben den aufgezeigten Erträgen keine weiteren Zusatzcourtagen, Overrider o.ä. unmittelbar oder mittelbar von Versichererseite erhalten.

Transparenz heißt für uns nicht nur die Offenlegung von externen Vereinbarungen. FINLEX ist unabhängig, d.h. es gibt keine finanzierenden Kooperationspartner im Hintergrund. Nur so ist eine vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern gewährleistet.

Expertenwissen

„Pioniergeist und Innovationskraft ja – Experimente nein“

Wir tun nur das, was wir am Besten können: Financial Lines.

FINLEX konzentriert sich ausschließlich auf Vermögensschadenversicherungen und erarbeitet Versicherungslösungen nur für die Risiken und Kundengruppen, die wir inhaltlich auch „durchdrungen“ haben.

FINLEX hat den Anspruch, für alle Risiken und Kundengruppen, proaktiv marktführende, exklusive Versicherungskonzepte zu verhandeln und umzusetzen. Impulse dafür erhalten wir oft von unseren Kunden direkt. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen hierfür in Frage kommenden Versicherern ist die Basis dafür, dass unsere Mandanten Zugang zum bestmöglichen Versicherungsschutz erhalten.

Produktinnovationen machen einen Experten nicht nur aus – sie werden von ihm erwartet. Experte sein, bedeutet aber nicht nur vertriebsorientiert neue Versicherungskonzepte zu entwickeln und in den Markt einzuführen, sondern auch deren tatsächlichen Nutzen (selbst)kritisch zu überprüfen und mit dem vermeintlichen Wissensvorsprung, auf dessen Basis die Produkte entstanden sind, verantwortungsvoll umzugehen.

Ein Versicherungsvertrag behauptet sich erst im Versicherungsfall. Financial Lines Schadenfälle laufen allerdings häufig anders ab als man es von den „klassischen“ Versicherungen gewohnt ist: Sie sind im Thema abstrakter und von den Abläufen her aufgrund der Abhängigkeiten zu anderen Dritten schwieriger zu „managen“. Unterschiedliche Interessenlagen (z.B. bei D&O-Schadenfällen) und komplizierte rechtliche Zusammenhänge erschweren eine zielgerichtete Schadenbearbeitung. FINLEX stellt sicher, dass Versicherungsverträge „sich behaupten können“ und die Versicherer ihre Leistungsversprechen einhalten.

Philosophie

„Komplizierte Themen vereinfachen ohne die Leidenschaft für das Detail zu verlieren“

Die „Financial Lines Welt“ ist komplex: ein Standard bei Bedingungswerken ist nicht in Sicht. Die Produkte haben aufgrund des hohen Wettbewerbs unter den vielen Marktteilnehmern eine kurze Lebensdauer und sind einem stark internationalen Umfeld sowie regelmäßigen gesetzlichen Änderungen ausgesetzt. Hier den Überblick zu behalten, alle relevanten aktuellen Markt- und Produktentwicklungen zu kennen, zu bewerten und umsetzen zu können, ist für den Einzelnen kaum realisierbar.

FINLEX hat sich zum Ziel gesetzt, diese Aufgabe für Sie zu übernehmen. Das tun wir mit Hingabe. Fairness, Transparenz, Wissenstransfer und Pioniergeist sind für uns daher nicht nur Schlagwörter, sondern gelebte Firmenphilosophie.

Advisory

Advisory

„Wer alleine arbeitet, addiert. Wer gemeinsam arbeitet, mulitipliziert.“ (arabische Weisheit)

Unser Service für Versicherungsmakler basiert auf der praktischen Erkenntnis, dass in einem weichen und von großem Wettbewerb geprägten Marktumfeld eine effiziente und bedarfsgerechte Betreuung in strategisch wichtigen Versicherungssparten unerlässlich ist. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Managerhaftung, da dieser unmittelbar die Entscheidungsträger der Unternehmen betrifft. Insofern ist D&O Türöffner, aber auch gleichzeitig ein Risiko für die Geschäftsbeziehung zum Unternehmen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Beratung, die laufende Betreuung oder die Schadenbearbeitung hinter den Erwartungen der Unternehmenslenker zurückbleibt.

Der Spagat zwischen guter Betreuung des Kunden, der eigenen Profitabilität und möglichen Interessenkonflikten im Schadenfall stellt dabei für viele Versicherungsmakler eine große Herausforderung dar. Eigene Ressourcen für den Bereich Finacial Lines aufzubauen, ist sehr schwierig. Dies gilt nicht zuletzt auch angesichts der weichen Marktphase und den damit verbundenen sinkenden Courtageeinnahmen.

FINLEX hält für Sie folgende Lösungen bereit, um diesen Spagat zu meistern:

  • Wir stellen unseren Kooperationsmaklern eine onlinebasierte Informations-, Vertriebs- und Platzierungsplattform für den Bereich Financial Lines zur Verfügung.
  • Wir sind Partner, nicht Know-How-Hüter, d.h. wir geben unser Wissen an Sie weiter und tragen zu Ihrer Selbstständigkeit bei.
  • Wir helfen Ihnen in jeder Marktphase über definierte Standards und starke Produkte. Auch so tragen wir zu Ihrer eigenen „Enthaftung“ gegenüber Ihren Kunden bei.
  • Wir gehen transparent mit Courtagen (Vergütung) um und gewähren Ihnen einen fairen Anteil an der Gesamtcourtage, welcher mindestens den marktüblichen Standardcourtagen der Versicherer entspricht.
  • Wir unterstützen optional auch aktiv gegenüber Endkunden, aber nur, wenn es von Ihnen gewünscht ist und dadurch keine Interessenskonflikte zu anderen Partnern entstehen. Ansonsten halten wir uns als Dienstleister im Hintergrund.
Broking

Broking

Innovative Maklertools sind essentiell für modernes und zeitgemäßes Broking. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, stellt FINLEX seinen Kooperationsmaklern über die Maklerplattform praxiserprobte „Handwerkzeuge“ zur Verfügung:
  • Marktführende und mit führenden Versicherern abgestimmte Versicherungsprodukte
  • Moderne Ausschreibungs- und Platzierungssysteme, welche den Zeitaufwand von Maklern von mehreren Stunden auf wenige Minuten reduzieren

Bei der Auswahl unserer Partner, verfolgen wir im Sinne von „best-advice“ grundsätzlich einen Panel-Ansatz. Das heißt, wir verhandeln ein Produkt mit mehreren Versicherern, um dem Makler eine ausreichende Anzahl von Risikoträgern zur Verfügung zu stellen. An die Auswahl der Risikoträger stellen wir hohe Ansprüche. Facilites, welche nur eingeschränkt einen Marktüberblick ermöglichen, lehnen wir ab. Uns ist es wichtig, das beste Ergebnis für unsere Makler zu erreichen und durch einen freien Marktzugang Abhängigkeiten zu minimieren.

Mit unserer FINLEX-Maklerplattform und unseren dynamischen Antragsmodellen entwickeln wir moderne Techniken, die nicht nur den Ausschreibungsprozess und damit den Arbeitseinsatz beim Kooperationsmakler erheblich verkürzen, sondern auch standardisieren, um so Fehler und Haftungsrisiken zu minimieren. Der Makler führt dabei die Ausschreibung selbstständig, erhält dadurch volle Transparenz und kann jederzeit darauf Einfluss nehmen: Zeitersparnis, Transparenz, Qualitätssicherung und Enthaftung des Maklers stehen dabei stets im Vordergrund.

Claims

Claims

Vermögensschäden sind in der Regel komplex – nicht nur bzgl. der Haftung sondern auch bzw. insbesondere bzgl. ihrer Deckung. Nicht selten bereiten gerade Versicherungsprodukte „von der Stange“ bei der Schadenabwicklung Probleme. Hierbei passieren Fehler meistens schon beim Underwriting.

Netzwerk
Neben langjährigen eigenen Erfahrungen in der Abwicklung von Vermögensschäden verfügt FINLEX über ein Spezialistennetzwerk (Sachverständige und Fachanwälte), welches im Einzelfall sowohl haftungs- als auch deckungsrechtlich genutzt werden kann. Ebenso gehören Strafverteidiger zu dem Netzwerk. Die Rechtsanwälte des Netzwerks zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie grundsätzlich nicht auf Seiten der Versicherer tätig sind.

Bewertung
Gerne bewertet FINLEX auch „fremde“ D&O-Schadenfälle im Rahmen einer sog. „Second Opinion“. Vordergründig steht der Schadenservice jedoch den von FINLEX betreuten Versicherungsnehmern und Kooperationspartnern zur Verfügung.

Monitoring
Der D&O-Schadenfall ist in Deutschland zu 80 Prozent ein Innenhaftungsschaden. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass das geschädigte Unternehmen sein Organmitglied, sprich in der Regel Vorstand oder Geschäftsführer in Anspruch nimmt. Gerade wenn das Organmitglied noch für die Versicherungsnehmerin tätig ist, sind Spannungsverhältnisse zwischen den Beteiligten vorprogrammiert. Spätestens dann zeigt sich die Rechtsnatur der D&O-Versicherung als Vertrag zugunsten Dritter. Der Versicherer unterstützt seine versicherte Person und unterstützt den Geschäftsführer bei der Abwehr der geltendgemachten Ansprüche.
Oft sind Innenhaftungsansprüche auch emotional geprägt. Tendenzen eines „Rosenkrieges“ sind oft zu erkennen. Hier zahlt es sich aus, wenn die Beteiligten bei der Schadenabwicklung moderiert werden, um auch das häufige Hinziehen des Versicherungsfalls zu vermeiden. Dieses Monitoring ist Bestandteil der Dienstleistungen von FINLEX.

Abwicklung
FINLEX unterstützt bereits vor der Schadenmeldung, d.h. der Geltendmachung von Ansprüchen, um mögliche Probleme bei der Schadenabwicklung zu vermeiden (z.B. Anzeige- und sonstige mögliche Obliegenheitsverletzungen). Die Abwicklung sollte mit dem Ziel erfolgen, die Auseinandersetzung schnell und geräuschlos beizulegen. So können unnötige Eskalationen vermieden und der Manager sowie das Unternehmen vor negativen Schlagzeilen geschützt werden.

Managerhaftung

Managerhaftung

Führungskräfte haben eine große Verantwortung gegenüber ihrem Unternehmen, Gesellschaftern, Banken und anderen Dritten („Stakeholdern“). Kommen sie dieser Verantwortung nicht (ausreichend) nach und es entsteht dadurch ein finanzieller Schaden, dann müssen sie persönlich Schadenersatz leisten („Managerhaftung“). Stetige Haftungsverschärfungen und eine aggressive Anspruchsmentalität führen dazu, dass z.B. in Deutschland allein gegen GmbH-Geschäftsführer jährlich über mehrere tausend Schadenersatzprozesse angestrengt werden.

Unabhängig (oder auch im Vorfeld) einer zivilrechtlichen Inanspruchnahme müssen sich Manager mit strafrechtlicher Verfolgung bzw. entsprechenden Ermittlungen auseinandersetzen, z.B. beim Vorwurf der Untreue.

Eigenschadendeckungen für Unternehmen

Eigenschadendeckungen für Unternehmen

Bei der Eigenschadenversicherung fallen versichertes Unternehmen und Begünstigter nicht auseinander, d.h. der Versicherer wickelt den unmittelbaren Schaden direkt mit der Versicherungsnehmerin ab.

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der in den letzten zwei Jahren von Wirtschaftskriminalität betroffenen Unternehmen geben als einschlägige Deliktsarten Diebstahl oder Unterschlagung an. 54 Prozent der Betroffenen nennen Betrugs- und Untreuedelikte. Daneben entwickelt sich seit kurzem ein weiterer zukunftsträchtiger Markt rund um die Cyber-Versicherung. Hierbei handelt es sich um eine All-Risk-Police, die sowohl Eigenschäden als auch Drittschäden im Rahmen von Hackerangriffen und Datenverlusten absichert.

Hier bietet FINLEX die folgenden Versicherungsprodukte an, wobei die Cyber-Versicherung aufgrund des umfangreichen Deckungsschutzes eher als Mischprodukt zwischen Eigenschaden- und Haftpflichtversicherung einzuordnen ist.

Beraterhaftung

Beraterhaftung

Der Dienstleistungsbereich stellt in Deutschland rund drei Viertel der Arbeitsplätze und trägt einen Beitrag von 70 Prozent zur gesamten Wertschöpfung bei. Dieser so wichtige Sektor setzt sich dabei aus vielen interessanten und teilweise höchst unterschiedlichen Berufsbildern zusammen, die wiederum eng mit dem produzierenden Sektor verzahnt sind. Auf der einen Seite gibt es viele etablierte und traditionelle Berufsbilder, wie z.B. die der verkammerten Berufe, während auf der anderen Seite, gerade in Zeiten der Digitalisierung, immer wieder neue Dienstleister auf dem Markt kommen. Die jeweiligen Versicherungsmärkte sind dabei entweder seit Jahrzehnten etabliert oder müssen erst an die neu entstehenden Bedürfnisse angepasst werden. Dabei sind Risikoverständnis, Know-How, und der Marktzugang essentiell, um dem anspruchsvollen Klientel und dessen individuellen Risiko gerecht zu werden.

Kapitalmarkt- und Transaktionsrisiken

Kapitalmarkt- und Transaktionsrisiken

Die Absicherung von Kapitalmarkt- und Transaktionsrisiken zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass aufgrund zum Teil enger Zeitfenster der jeweiligen Maßnahme in einem oft sehr volatilen Markt ein Risikotransfer auch kurzfristig umgesetzt werden muss. Zudem sind solche Maßnahmen oft sehr komplex und erfordern eine maßgeschneiderte und bedarfsgerechte Absicherung der unterschiedlichen Interessensgruppen. Regelmäßig besteht hier der Bedarf einer situationsgerechten Moderation und Führung durch einen prozessstarken und in diesem Bereich erfahrenen Risikoberater.
Bei den Versicherungslösungen handelt es sich in der Regel um langjährige Projektpolicen mit einer einmaligen Versicherungsprämie.

Transparenz

Transparenz

Offener und ehrlicher Umgang mit seinen Geschäftspartnern ist für FINLEX das Fundament für gemeinsamen Erfolg.
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Sebastian Klapper

Sebastian Klapper

+49 (0) 69 8700 142 11
+49 (0) 151 4222 132 4
sebastian.klapper[at]finlex.de

Geschäftsführer


Sebastian Klapper ist Betriebswirt mit der Spezialisierung auf Unternehmensfinanzierung (Corporate Finance) und einem Masterabschluss in Wirtschaftsrecht (LL.M. in business law).

Er verfügt über langjährige Erfahrungen in der Versicherungswirtschaft und ist ein national sowie international erfahrener Experte für Financial Lines. Neben der mehrjährigen Regionalverantwortung innerhalb des Geschäftsbereichs Financial & Professional Services bei einem international agierenden Großmakler war er mehrere Jahre als Berater für Banken und Finanzdienstleister in London, Großbritannien im Bereich Risikomanagement tätig.

Hervorzuheben sind seine Erfahrungen und sein Know-How im Bereich der Kapitalmarkt- und Transaktionsrisiken. Auch seine Masterthesis hat er 2013 dem Thema der Prospekthaftung gewidmet und den Risikotransfer unter den neuen gesetzlichen Gegebenheiten für Unternehmen analysiert. Bei der Gestaltung von entsprechenden Versicherungsprogrammen sowie bei der Abwicklung von Schadenfällen hat er hier mitunter Pionierarbeit geleistet. Hierzu veröffentlichte er einige Fachaufsätze und hielt Vorträge auf Seminaren und Tagungen.

 

Tomasz Kosecki

Tomasz Kosecki

+49 (0)  69  8700 142 12
+49 (0) 151 4222 132 2
tomasz.kosecki[at]finlex.de

Geschäftsführer


Tomasz Kosecki absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Fachrichtung Versicherungsbetriebslehre und ist Diplom-Betriebswirt (BA). Weiterhin nahm er an einem Masterstudiengang in Wirtschaftsrecht mit dem Schwerpunkt „Restrukturierung und Unternehmensnachfolge“ erfolgreich teil (LL.M.).

Nachdem er im Rahmen seines Studiums an der Berufsakademie Mannheim (heute Duale Hochschule Mannheim) für den Industrieversicherungsmakler eines börsennotierten Finanzdienstleisters tätig war, wechselte er 2007 in den Geschäftsbereich Financial & Professional Services eines führenden Großmaklers. Hier hatte er bis zur Gründung der FINLEX GmbH die Regionalverantwortung für die Region West sowie zuletzt die Leitung Middle Market inne.

Fachliche Schwerpunkte setzte er dabei, neben den Kernsparten D&O- und Vertrauensschaden-versicherung, im Bereich der Kapitalmarktrisiken, der Berufshaftpflicht für Berufsträger sowie der Versicherung von Risiken in „Krisensituationen“. Insgesamt verfügt er über eine zwölfjährige Erfahrung in diesen Bereichen und ist ein national sowie international erfahrener Experte.

Christian Reddig

Christian Reddig

+49 (0) 69 8700 142 13
+49 (0) 151 4222 132 3
christian.reddig[at]finlex.de

Geschäftsführer


Christian Reddig ist Betriebswirt mit der Spezialisierung auf Versicherungen (Diplom-Betriebswirt BA).

Er ist seit 15 Jahren in der Versicherungswirtschaft als Versicherungsmakler mit dem Fokus auf Vermögensschadenversicherungen (Financial Lines) tätig. Neben der Tätigkeit für Industriekunden innerhalb des Geschäftsbereichs Financial & Professional Services bei einem international agierenden Großmakler hat er Finanzdienstleister (Private Equity und Venture Capital Gesellschaften, Kapitalanlage-/Kapitalverwaltungsgesellschaften, Banken, Versicherungen,  Vermögensverwalter, Real Estate Asset Manager, etc.) in Leitungsfunktion betreut.

Hervorzuheben sind seine Erfahrung, Expertise und Umsetzungskompetenz bei der Beratung, Strukturierung und Platzierung von Versicherungslösungen für Kapitalmarkt- und Transaktionsrisiken (Börsengänge, Anleiheemissionen, Unternehmenskäufe, Fusionen, Spin-Offs u.ä.).

Christian Reddig hielt diverse Vorträge auf Seminaren und Tagungen, z.B. zu Risiken und Versicherungslösungen für Finanzdienstleister oder für Berater und Manager in Restrukturierungssituationen.

 

Vertrauensschadenversicherung (VSV)

Vertrauensschadenversicherung (VSV)

Eine Vertrauensschadenversicherung schützt Unternehmen vor finanziellen Schäden aus unerlaubten Handlungen. Kein verantwortungsvoller Geschäftsführer sollte sich der Themen Transparenz, Prävention und Absicherung dieses Risikos entziehen. Jährlich entstehen in deutschen Unternehmen Schäden in Milliardenhöhe – Tendenz steigend. Dabei sind die Motive vielschichtig und im Vorfeld schwer zu erkennen. Trotz dieser Entwicklung spielt die Vertrauensschaden-Versicherung gerade im Mittelstand eine eher untergeordnete Rolle. Das Produkt ist meist zu komplex, allerdings ist dieses Produkt für jede Branche und Unternehmensgröße relevant: Opfer einer wirtschaftskriminellen Handlung kann jedes Unternehmen werden!

Was ist versichert?
Die VSV schützt Ihr Unternehmen bei Vermögensschäden, die Ihnen aufgrund vorsätzlich, unerlaubter Handlungen wie z.B. Diebstahl, Unterschlagung oder Betrug entstehen. Auch unmittelbare Schäden aufgrund von Computersabotage oder Geheimnisverrat sind versichert.

Zusätzlich ersetzen viele Versicherer in gewissem Umfang die Kosten, die bei der Rechtsverfolgung oder der Ermittlung des Schadens entstehen.

Wer ist versichert?
In den Versicherungsschutz sind alle Mitarbeiter und Betriebsangehörigen einbezogen, unabhängig davon, ob sie befristet oder unbefristet in Ihrem Unternehmen beschäftigt sind. Dieser Schutz gilt automatisch auch für Personen, die im Auftrag nur vorübergehend in den Geschäftsräumen tätig sind. Der Schutz gilt weltweit und für alle Filialen und Tochtergesellschaften.

Wer versichert?
Nur eine Hand voll Versicherer zeichnet die Vertrauensschadenversicherung in Deutschland. Bei der Schadenregulierung trennt sich aufgrund der häufig in den Versicherungsbedingungen verwendeten, unbestimmten Rechtsbegriffen schnell die Spreu vom Weizen. Hier muss auch der Versicherungsnehmer dem Versicherer „Vertrauen“ entgegenbringen.

Cyber-Versicherung

Cyber-Versicherung

­Unternehmen drohen Schäden in Millionenhöhe und Imageverluste, wenn Internetkriminelle Daten stehlen, Schadprogramme in Netzwerke einschleusen oder Server mit Denial-of-Service-Attacken lahmlegen. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht über Cyber-Attacken in den Medien berichtet wird. Viele dieser Vorfälle, wie z.B. der Angriff auf Sony sind aber teilweise nicht versichert, da z.B. der Ausschluss des „hoheitlichen Angriffs“ (sprich die Attacke durch Geheimdienste) ausgeschlossen ist. Auch bei dieser jungen Versicherungssparte empfiehlt sich der detaillierte Blick in die jeweiligen Versicherungsbedingungen.

Was ist versichert?
Unternehmen können sich umfassend gegen Gefahren aus dem Netz absichern. Gedeckt sind im Rahmen einer All-Risk-Police vielfältige Eigen- und Drittschäden, die Unternehmen als Opfer von Internetkriminalität (Hackerangriffe und Datenverluste) selbst erleiden oder für die sie von ihren Kunden haftbar gemacht werden können.

Eigenschaden

  • Verlust von vertraulichen Daten
  • Entstandene Mehrkosten durch IT-Ausfall oder Missbrauch der Telefonanlage
  • Betriebsunterbrechungskosten, d.h. fortlaufende Kosten und entgangener Gewinn


Drittschaden

  • Aufgrund von Vermögensschäden, z.B. durch
    • Verletzung des Bundesdatenschutzgesetzes
    • Verlust von Vertraulichkeit von Daten
    • Persönlichkeitsrechtsverletzung
    • Urheberrechtsverletzung
    • Übertragung durch Viren
    • Verzug der Leistung
    • Schadenersatz wegen Nichterfüllung
  • (PCI-)Vertragsstrafen / Bußgelder


Kostenbaustein

Nach einem erfolgreichen Cyberangriff ist schnelle Hilfe gefordert. Die Cyber-Versicherung vermittelt bzw. empfiehlt speziell geschulte Fachleute und übernimmt die Kosten dafür:

  • Experten für IT-Forensik
  • Spezialisierte Anwälte für den Bereich IT-und Datenschutzrecht
  • Kommunikationsdienstleister und PR-Spezialisten

Abhängig vom jeweiligen Versicherer können weitere Deckungsbausteine vereinbart werden:

Þ Nichtverfügbarkeit von Cloud-Services: Versicherung von Eigenschäden in Folge von unvorhersehbarer Nichtverfügbarkeit von externen Cloud-Diensten.

Þ Nichtverfügbarkeit von Zulieferern: Versicherung von Eigenschäden in Folge von unvorhersehbarer Nichtverfügbarkeit des IT-Systems eines Zulieferers.

Þ Sachschäden an eigenen Produkten: Werden eigene Produkte im Herstellungsprozess durch einen Cyber-Vorfall vernichtet, beschädigt oder unbrauchbar gemacht, ersetzt der Versicherer den eingetretenen Sachschaden an den eigenen Produkten.

Þ Erweiterte Folgeschadendeckung von Cyber-Kriminalität: Versicherungsschutz auch für Folgeschäden aus wirtschaftskriminellen Handlungen, z.B. Vermögensverluste in Folge manipulierter Überweisungen oder Warenlieferungen, Telefonhacking, etc. („Vertrauensschadenversicherungs-Baustein“).

Þ Cyber-Erpressung: Versicherungsschutz für Krisenberater, Schadenminderungskosten und Lösegeld in Folge einer Cyber-Erpressung z.B. bei Androhung einer Netzwerksicherheitsverletzung (mittels eines Virus o.ä.).

Þ Ertragsausfall durch Reputationsschäden: Versicherungsschutz für Ertragsausfallschäden und Kosten aufgrund negativer Berichterstattung in den Medien, welche auf einer Netzwerksicherheitsverletzung oder einer Datenschutzverletzung beruht.

Þ Präventionsdienstleistungen: Unabhängig vom Eintritt des Versicherungsfalls werden Kosten externer Berater für präventive Maßnahmen zur Überprüfung der IT-, Cyber- und Informationssicherheit sowie zur Implementierung eines Krisen- bzw. Notfallplans übernommen.

Wer versichert?
Alle Marktteilnehmer sehen ein enormes Wachstumspotenzial, wobei der Markt sich noch in der Aufbauphase befindet und die Anzahl von Abschlüssen in Deutschland zur Zeit noch überschaubar ist. Zur Zeit gibt es um die 15 Anbieter für Cyber-Versicherungen. Die jeweiligen Deckungsinhalte variieren noch gravierend. Zum Teil sind sogar „modulare“ Lösungen möglich, d.h. man versichert nur bestimmte Risikobereiche.

FINLEX hat im April 2017 ein eigenes Cyber-Bedingungswerk auf den Markt gebracht (s. Pressemitteilung).

Entführungs- und Lösegeldversicherung (K&R)

Entführungs- und Lösegeldversicherung (K&R)

„Ja, es gibt sie,
aber man spricht nicht über sie.“

Die Entführungs- und Lösegeldversicherung (Kidnap & Ransom) richtet sich sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen.

Sie schützt nicht nur gegen den finanziellen Schaden, sondern bietet zudem auch Leistungen von weltweit führenden Beratungsunternehmen im Bereich Krisenmanagement und Sicherheit.

Was ist versichert?
Versichert sind neben der Entführung, d.h. das Ergreifen oder Festhalten einer versicherten Person zum Zwecke der Lösegeldforderung auch die Erpressung, d.h. Lösegeldforderungen, verbunden mit der Drohung, Personen zu töten oder zu verletzen, Sachen zu beschädigen, Produkte zu kontaminieren, Betriebsgeheimnisse oder private Informationen zu enthüllen oder Daten durch Computerviren zu zerstören. Zudem wird auch Versicherungsschutz bei einer Freiheitsberaubung oder einer Flugzeugentführung bzw. Entführung von sonstigen Transportmitteln garantiert.

Typische Kostenbausteine:

  • Löse- und Erpressungsgelder
  • Verlust bei Übergabe des Lösegeldes
  • Rechtsverteidigungskosten und Schadenersatz
  • Beratungskosten (auch im Rahmen der Prävention)
  • Reisekosten, Gehälter, Arzt- und Krankenhauskosten, Gutachter, Dolmetscher, erhöhte Sicherungs- und Bewachungskosten etc.
  • Betriebsunterbrechungskosten

Wer versichert?
Die Anzahl der anbietenden Versicherer ist in Deutschland begrenzt. Vor allem kommt es auf die Qualität und die Internationalität des Krisenberaters an.

Die BaFin stellt in ihrem Rundschreiben (BAV/BaFin-Rundschreiben 3/98) klar, dass die besondere Sensibilität dieses Versicherungsprodukts auch einen vertraulichen Umgang erfordert. So obliegt z.B. dem Versicherungsnehmer die Obliegenheit zur Geheimhaltung des Versicherungsschutzes. (s.a. aktuelle Erläuterungen dazu im BaFin-Journal Juni 2014).

Dr. Stefan Steinkühler

Dr. Stefan Steinkühler

+49 (0) 69 8700 142 14
+49 (0) 151 4222 132 5
stefan.steinkuehler[at]finlex.de

Beirat


Dr. Stefan Steinkühler ist Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Versicherungs- und Haftungsrecht.

Er verfügt über langjährige Erfahrungen in der Versicherungswirtschaft und ist ein national sowie international erfahrener Experte für Financial Lines. Neben der mehrjährigen Leitung des Geschäftsbereichs Financial & Professional Services bei einem international agierenden Großmakler war er bereits mehrere Jahre als Rechtsanwalt in Düsseldorf tätig und bearbeitete den Bereich der Industrieversicherung. Zu seinen Mandanten gehörten auch Versicherungsmakler.

Vor seinem juristischen Studium wurde er bei einer privaten Großbank zum Bankkaufmann ausgebildet, bei der er auch vor dem Referendariat eine Trainee-Ausbildung absolvierte.

Hervorzuheben sind seine Erfahrungen in der Gestaltung von internationalen Versicherungsprogrammen sowie die Abwicklung von D&O-, E&O-, VSV-, und Produkthaftpflicht-Schadenfällen. Nach seinem juristischen Studium spezialisierte er sich von Anfang an als Berater im Bereich Financial Lines und Rechtsschutz. Hierzu veröffentlichte er zahlreiche Fachaufsätze und hielt Vorträge auf Seminaren und Tagungen. In seiner Dissertation mit dem Thema „Die rechtliche Bedeutung von Unternehmensgrundsätzen“ beschäftigte sich Dr. Steinkühler mit Fragen zur Implementierung und Haftung von publizierten Unternehmensverfassungen. Im Rahmen eines Postgraduiertenstudiengangs „Versicherungsrecht“ erlangte er den „Master of Insurance Law – LL.M.“ und absolvierte erfolgreich den Fachanwaltslehrgang für Versicherungsrecht.

Employment Practices Liability-Versicherung (EPL)

Employment Practices Liability-Versicherung (EPL)

Schadenersatzansprüche von Arbeitnehmern gegen den Arbeitgeber bzw. dessen Manager haben seit den neunziger Jahren, insbesondere in den USA, aber auch in anderen Ländern mit einem Common Law Rechtssystem (z.B. Großbritannien, Kanada und Australien), explosionsartig zugenommen.

Was ist versichert?
In den USA handelt es sich z.B. um folgende, von Arbeitnehmern bzw. von Gleichstellungsbehörden geltend gemachte Schadenersatzansprüche:

  • Rechtswidrige Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Wrongful Termination)
  • (Sexuelle) Belästigung am Arbeitsplatz ((Sexual) Harassment)
  • Diskriminierung am Arbeitsplatz basierend auf Rasse, ethnischer Herkunft, Religion, Geschlecht, Nationalität, Alter, Behinderung, Familienstand etc. (Employment-Related Discrimination)
  • Rechtswidrig unterlassene Einstellung oder Beförderung (Wrongful Failure to Employ or Promote) sowie rechtswidrige Verhinderung einer Karrieremöglichkeit (Wrongful Deprivation of a Career Opportunity)
  • Diffamierung (Defamation) und rechtswidrig zugefügtes seelisches Leid (Wrongful Infliction of Emotional Distress)
  • Eingriff in die Privatsphäre (Invasion of Privacy)

Eine Employment Practices Liability-Versicherung empfiehlt sich daher insbesondere für Unternehmen mit Tochtergesellschaften bzw. Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien.

Wer versichert?
Gerade angloamerikanische Versicherungsgesellschaften bieten die EPL-Versicherung in Deutschland an. Oftmals empfiehlt sich für die ausländischen Gesellschaften der Versicherungsnehmerin ein englisch sprachiges Bedingungswerk.

Directors & Officers Versicherung (D&O)

Directors & Officers Versicherung (D&O)

Die zivilrechtlichen Haftungsrisiken der Manager können mit einer Directors & Officers-Versicherung (D&O-Versicherung, auch Managerhaftpflichtversicherung oder Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Unternehmensleiter) abgesichert werden. Sie ist mittlerweile zu einer Art „Pflichtversicherung“ für jeden Manager geworden. Hierbei haben sich im Laufe der letzten Jahre verschiedene Ausprägungen von D&O-Versicherungen im Versicherungsmarkt etabliert.

Manager-Rechtsschutzversicherungen

Manager-Rechtsschutzversicherungen

Der Rechtsschutz für Manager setzt sich im optimalen Fall aus einer Strafrechtsschutz-, einer Anstellungsvertragsrechtsschutz- sowie einer Vermögensschadenrechtsschutzversicherung zusammen. Letztere kann entbehrlich sein, wenn ausreichender D&O-Versicherungsschutz besteht. Oft sind auch Kombi-Produkte erhältlich.

Wir halten allerdings nichts von einigen Rechtsschutzprodukten, wie einer D&O-Deckungsklagerechtsschutzversicherung oder einer Kombination von D&O- und Vermögensschadenrechtsschutzversicherung (VSR) und bieten deshalb diese Produkte nicht aktiv an.

Eine VSR kann auf stand-alone Basis sinnvoll sein, wenn das Unternehmen entweder gar keine D&O-Versicherung (mehr) abschliessen kann oder aber die D&O-Versicherung mit Deckungseinschränkungen gespickt ist, sodass zumindest die Abwehrkostenkomponente zugunsten des Unternehmens gestärkt wird.

 

Industrie-Strafrechtsschutz

Industrie-Strafrechtsschutz

Die Industrie-Strafrechtsschutzversicherung sowie die D&O-Versicherung sind in einem Atemzug zu nennen, um Organmitgliedern einen hinreichenden Schutz zu geben. Als Unternehmer gerät man schnell ins Visier der
Staatsanwaltschaft. Eine Vielzahl sich zum Teil ständig ändernder gesetzlicher Regelungen macht es
dem Unternehmer immer schwerer, den Überblick zu behalten. Wie beim Vorwurf einer Straftat, bei dem Verdacht auf Steuerhinterziehung oder wenn es heißt, der Geschäftsführer hätte seine Sorgfaltspflicht verletzt.

Vielfach laufen strafrechtliche Ermittlungen und zivilrechtliche Inanspruchnahmen parallel. Gerne warten Geschädigte die Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ab, bevor sie selber zivilrechtlich gegen die vermeintlichen Schädiger vorgehen. Oft findet sich zwar ein Rechtsschutz-Baustein in der D&O-Versicherung. Dieser ist jedoch meistens unzureichend formuliert. Die Industrie-Strafrechtsschutzversicherung gewährleistet deshalb einen eigenen und umfassenden Rechtsschutz für die Mitarbeiter des Unternehmens.

Was ist versichert?
Die Strafrechtsschutzversicherung gewährt Versicherungsschutz insbesondere bei

  • Verdacht auf Steuerhinterziehung
  • Korruptionsvorwürfen
  • Ermittlungen wegen angeblich ungenügender Arbeitsschutzbestimmungen nach Arbeitsunfall
  • Vorwürfen in Sachen Datenschutz
  • Betriebsstilllegung

und bietet vorsorglichen Rechtsschutz bereits vor Einleitung eines Ermittlungsverfahrens.

Wer ist versichert?
In den Versicherungsschutz sind in der Regel alle Ihre Mitarbeiter und Betriebsangehörigen einbezogen. Der Schutz sollte weltweit und für alle Filialen und Tochtergesellschaften gelten.

Wichtig ist hierbei insbesondere ein funktionierendes Strafverteidiger-Netzwerk.

Wer versichert?
Nur eine Hand voll von Rechtsschutzversicherern zeichnet die Industrie-Strafrechtsschutzversicherung noch in Deutschland. Aufgrund der in den letzten Jahren gestiegenen Schadenfällen und auch den zunehmenden Schadenhöhen sind Versicherer sehr restriktiv in der Gewährung von Versicherungsschutz für bestimmte Branchen, wie z.B. Banken, geworden.

Anstellungsvertragsrechtsschutz

Anstellungsvertragsrechtsschutz

Arbeitsverhältnisse können kompliziert sein, denn die Arbeitswelt wird immer komplexer. Und auch die Ansichten über Rechte und Pflichten aus einem Arbeitsvertrag können immer wieder auseinandergehen. Denn Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben oft unterschiedliche Sichtweisen der Dinge. Im Arbeitsrecht muss immer sogleich gehandelt werden. Arbeitsrechtsstreitigkeiten vor Gericht können teuer werden. Und auch ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt im Vorfeld einer Streitigkeit kann teuer sein.

Als Vorstand oder Geschäftsführer sind Sie kein Arbeitnehmer. Eine Arbeitsrechtsschutzversicherung bietet hier keine Deckung, da Ihr Anstellungsvertrag einer anderen Gerichtsbarkeit unterliegt (ordentliche Gerichte statt Arbeitsgerichte).

Was ist versichert?
Die Anstellungsvertragsrechtsschutzversicherung gewährt Kostenübernahme insbesondere

  • von Verfahren sowie für die Dienste eines Rechtsanwalts zur außergerichtlichen und gerichtlichen Interessenwahrnehmung
  • für notwendige Dolmetscher- und Übersetzungsarbeiten in angemessener Höhe
  • für eine notwendige erste Beratung bei bevorstehenden Ermittlungsverfahren, wenn im Zusammenhang
    mit der Kündigung die Stellung einer Strafanzeige angedroht wird

Wichtig: Bereits im Vorfeld sollte mit dem Rechtschutzversicherer das gemeinsame Verständnis geklärt werden, was unter „angemessener Höhe“ bei Anwaltshonoraren zu verstehen ist.

Wer ist versichert?
Hierbei handelt es sich um einen persönlichen Versicherungsschutz für den Manager, bei dem er selber Versicherungsnehmer wird.

Wer versichert?
Eine ausreichende Anzahl an Rechtsschutzversicherern zeichnet den Anstellungsvertragsrechtsschutz.