Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für Finanzdienstleister (Financial Institutions – „FI“)

Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für Finanzdienstleister (Financial Institutions – „FI“)

Die Vermögenschadenhaftpflicht-Versicherung für Finanzdienstleister (FI) wird auch weitläufig als E&O-Versicherung (Errors & Omissions – Vermögensschäden durch Fehler und Unterlassungen) bezeichnet. Oftmals werden die Bezeichnungen „Errors & Omissions (E&O)“ und „Professional Indemnity (PI)“ inhaltsgleich verwendet.

Wir verstehen unter Finanzdienstleistern insbesondere folgende Geschäftsmodelle:

    • Banken (z.B. Privatbanken, öffentliche Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken)
    • Versicherungen
    • Vermögensverwalter / Asset Manager
    • Fondsverwalter / Fondsmanager / Fondsinitiatoren (z.B. Kapitalverwaltungsgesellschaften – KVG) aller Anlageklassen, u.a.
      • Private Equity und Venture Capital Gesellschaften
      • Emissionshäuser
      • Kapitalanlagegesellschaften
    • Vermittler (z.B. Versicherungsvermittler, Finanzdienstleistungsvermittler, etc.)

Was ist versichert?
Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers wegen einer bei der Ausübung der beruflichen Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung. Versichert ist in aller Regel ausschließlich die in der Risikobeschreibung angegebene Tätigkeit. Die Höhe der Versicherungssumme ist – mit Ausnahme von Mindest-Versicherungssummen im Pflichtversicherungsbereich (z.B. Finanzdienstleistungsvermittler) – grundsätzlich frei wählbar. Bei der Wahl der „passenden“ Versicherungssumme und etwaiger Maximierungen sind diverse Kriterien zu beachten, z.B. Fonds- oder Auftragsvolumina, vereinbarte vertragliche Haftungsbegrenzungen, die durch das Geschäftsmodell gegebene Risikostreuung aufgrund der Anlage in verschiedene Anlageklassen, Kundenstruktur, etc.

Wer ist versichert?
Versichert ist in aller Regel eine Muttergesellschaft oder Holding als Versicherungsnehmerin. Versichert sind auch – je nach Geschäftsmodell – die Tochtergesellschaften und die Fondsverwaltungs- und Fondsgesellschaften. Die Organe und die für die Gesellschaft tätigen Mitarbeiter sind ebenfalls vom Versicherungsschutz umfasst.

Insbesondere bei Tätigkeiten, die ein Prospekthaftungsrisiko bergen, ist die persönliche Haftung der handelnden Personen (meist Organe) und der juristischen Personen (meist der Fondsverwalter) kaum trennbar bzw. sauber abgrenzbar. Es bestehen sogar gesamtschuldnerische Haftungen. Dies löst man in der Regel mit kombinierten D&O/E&O-Versicherungen, um Deckungslücken zu vermeiden.

Wer versichert?
Bei der Versicherung von Finanzdienstleistern kann man auf ca. 10-15 Versicherer zurückgreifen. Die Zahl der Versicherer, die für einen Grundvertrag in Frage kommen (so genannte „Führungsversicherer“), ist hierbei geringer und vom jeweiligen Kundensegment abhängig.