DGVH Online-Diskussionsrunde „Der wilde Markt 2020“ – Nachbericht

DGVH Online-Diskussionsrunde „Der wilde Markt 2020“ – Nachbericht

Am 14.01.2021 fand die DGVH Online-Diskussionsrunde unter dem Titel „Der wilde Markt 2020“ statt. Vielen Dank für die Möglichkeit, hieran teilzunehmen und unsere Meinung mit einzubringen. Nach Aussage des Moderators Dr. Stefan Jöster, erfreute sich diese Veranstaltung einer Rekordteilnahme von 120 Zuhörern!

Folgende Teilnehmer nahmen an der angeregten und interessanten Veranstaltung ebenfalls teil.

 

  • Jana Dünkeloh – Zurich
  • Olaf Jonda – Dual
  • Daniel Meßmer – Swiss Re
  • Harald Köberich – Köberich Financial Lines
  • Alexander Stampf – FINLEX
  • Moderation: Dr. Stefan Jöster – Heuking

 

Diskutiert wurde das letzte Renewal nach einem sehr turbulenten Jahr. Der Markt und auch die Marktteilnehmer sind hier deutlich an ihre Grenzen gekommen.

Corona, entsprechende Auswirkungen und Folgen fühlten sich an wie eine DDoS Attacke[1]. Große Platzierungen wurden und sind noch immer schwierig, der Wettbewerb wurde stärker und Kapazitätsreduzierungen zeichneten sich ab – 15 Mio. sind die neuen 25 Mio.

 

Einig waren sich alle Diskussionsteilnehmer, dass die Probleme schon weit vor Corona begannen und dies nur der Beschleuniger des ganzen Ausmaßes waren. Bereits Ende 2018/Anfang 2019 hatte man bereits gesehen, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. Skandale und große Schäden aus UK und USA zeigen hier noch die Folgen auf, welche kumuliert mit Corona große Auswirkungen hatten.

Ist in diesen Zeiten ein differenziertes Underwriting überhaupt noch möglich? Dies wurde klar bejaht, trotz rückläufiger Manpower, Vollmachten und Kapazitäten. Es ist eine Herausforderung, trotz deutlich gestiegener Bedingungen und Anforderungen, aber Portfolio-Ansätze sind nicht das Ziel.

 

Der Ruf nach digitalen Abläufen und somit beschleunigten Prozessen wird immer lauter. Administrative Arbeiten laufen größtenteils schon digitalisiert ab. Weitere Prozesse können und müssen jedoch zukünftig schlanker und somit digitaler laufen.
Bei FINLEX planen wir hierfür in der Zukunft mit automatisierten Prozessen durch Hilfe von künstlicher Intelligenz, um die Abläufe noch schneller und hilfreicher zu gestalten.

 

Die genauen Auswirkungen aus 2020 werden wohl erst innerhalb der nächsten 2 Jahre deutlich. Underwriter und Makler müssen auch zukünftig eine vernünftige Gesprächsbasis finden, nachvollziehbare Begründungen liefern und mehr auf Transparenz setzen.

 

Wir sind gespannt, wie sich 2021 entwickeln wird.
Gerne stehen Ihnen die FINLEX Experten weiterhin beratend zur Seite.

 

 

[1] Vgl. Blog-Beitrag vom 27.07.2020: Der D&O-Markt im Umbruch – die systemseitige DDoS-Attacke auf Underwriter und Makler – FINLEX