FINLEX bietet Unternehmen in 32 Branchen spezialisierte Policen an

Frankfurt. In einem Loft im Erdgeschoss eines Hinterhofhauses im Gutleutviertel liegt das Büro. Hier werden maßgeschneidert für große Konzerne Risiken eingeschätzt und in Versicherungspolicen gegossen. Von einem Team aus vier Gründern und zwei Mitarbeitern. Ob man sich da nicht fühle wie David neben Goliath? Sebastian Klapper, der Geschäftsführer des Insure-Tec-Start-up FINLEX, lacht: „Wir sind eben die Spezialboutique“, erklärt der 32-Jährige. „Wir versuchen, das Risiko des Kunden zu verstehen und den Versicherern zu vermitteln. Wir pflegen eine sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Versicherern.“

Worum es bei dem Start-up geht, sind Vermögenschaden-Haftpflichtversicherungen. Der Name FINLEX setzt sich zusammen aus dem Englischen Begriff „Financial Lines“, der diesen Bereich bezeichnet, und dem Zusatz „Experts“. Das „Lex“ zugleich auch „Recht“ bedeutet, sei ein Wortspiel, das den Gründern passend erschien, als sie sich vor zwei Jahren in die Selbstständigkeit wagten.

Denn in ihrer Arbeit geht es um Recht – um Abwehrkosten und Obliegenheiten, um Deckungsansprüche und die „Pflichten des ordentlichen Geschäftsmanns“. Denn worauf sich ihre „Boutique“ spezialisiert hat, sind Managerhaftpflicht- und sogenannte Cyber-Versicherungen.

In diesem Segment bieten die vier Gründer über 32 Branchen hinweg Industrieunternehmen spezialisierte Policen an – und das über eine Maklerplattform im Internet mittlerweile vollautomatisch. Ein Algorithmus sucht für den Makler, der seinem Kunden die passende Managerhaftpflicht vermitteln will, per Knopfdruck sechs mögliche Alternativen heraus, für Unternehmen bis zu 100 Millionen Euro Umsatz geht das innerhalb von Sekunden.

Dafür muss der Makler zuvor einige Risikomerkmale seines Kunden in der Plattform hinterlegen. Für größere Industriekunden geht der Service noch nicht vollautomatisch. Hier wollten die Versicherer oft einen Plausibilitätscheck haben, das dauere dann einige Tage. Die Bedingungen hat FINLEX zuvor mit den Versicherungsunternehmen ausgehandelt. Mit dabei sind Allianz, Gothaer, Axa und Zurich.

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Quelle: Frankfurter Neue Presse

Wachstumsmarkt Cyber – Versicherer noch im Beobachtermodus

von Dr. Nicolai Dördrechter, Geschäftsführer (CFO & COO), Policen Direkt GmbH

Der Markt für Cyber-Policen ist in Deutschland noch überschaubar, auf der Cyberlandkarte gibt es noch viel unentdecktes Land. Die KPMG-Prognose zum immensen Potenzial halte ich aber durchaus für realistisch. KPMG sieht den Markt für Cyberversicherungen in nicht einmal 20 Jahren bei mehr als 15 Mrd. Euro Jahresprämie. Zum Vergleich: Genauso viel macht derzeit das jährliche Prämienaufkommen in der Kfz-Versicherung aus. Auch der InsurTech Radar von Policen Direkt und Oliver Wyman zeigt, dass neue digitale Risiken ein sehr vielversprechendes Geschäftsfeld sind.

Selbst die Politik macht „Wirtschaftsschutz“ zur Chefsache. Mit diesem Slogan hat das Innenministerium angesichts der Cyber-Angriffe von „WannaCry“ und „Petya“ jüngst Alarm geschlagen . Dennoch hält sich die tatsächliche Nachfrage nach Cyberschutz bei Unternehmen bislang noch in Grenzen.

So fördert eine Umfrage des Company-Builders FinLeap große Wissenslücken auf der Unternehmensseite zutage. Kein Wunder, dass deren InsurTech-Experte Matthias Lange bei vielen Unternehmen eine gewisse Tatenlosigkeit feststellt. Kaum einer wisse, was Cyber-Risiken wirklich sind. Prävention und Krisenmanagement würden nicht adäquat auf der Unternehmens-Agenda gewürdigt.

Die Folge: die Durchdringungsquote bei der Cyberversicherung liegt bei aktuell neun Prozent und die Branche verhält sich entsprechend zurückhaltend. Im Moment vertreiben lediglich rund 15 Ver-sicherer Cyber-Produkte, der Rest ist noch in einem Beobachtermodus.

Dass der deutsche Cyber-Markt noch ineffizient ist, liegt nicht zuletzt auch in der Schwierigkeit der Risikobeurteilung. So urteilt Sebastian Klapper, Geschäftsführer des InsurTechs FINLEX, das auch als Spezialmakler für Cyber-Versicherungen agiert: „Weil die üblichen statistischen Modelle der Aktuare branchenübergreifende Kumulrisiken in Cyber nicht adäquat abbilden, haben Versicherer bei der Risikoprüfung im Underwriting sehr unterschiedliche Vorgehensweisen entwickelt.“ Diese Einschätzung teile ich. Prämienspreizungen von bis zu 300% für das gleiche Risiko bei identischem Deckungsumfang sind ein klares Indiz für einen noch intransparenten Versicherungsmarkt in den Kinderschuhen.

InsurTechs wie FINLEX und Gewerbeversicherung24 sind in der Position, kleineren und mittleren Maklern den Marktzugang zu erleichtern. Die zentrale Aufgabe: Ein möglichst passgenauer Versicherungsschutz für den Kunden und keine Haftungsfalle für den Makler. Mit vertriebsunterstützenden Maklerplattformen, Vergleichsrechnern und individuellen Deckungskonzepten können InsurTechs so helfen, das komplexe Geschäftsfeld Cyber gewinnbringend zu erschließen.

Fazit: Die Versicherungsbranche ist unter Zugzwang und muss mehr Produkte liefern. Die jüngst vom GDV vorgestellten unverbindlichen Musterbedingungen könnten für alle Beteiligten ein erster Vergleichsmaßstab auf dem Weg zu mehr digitaler Sicherheit für den Wirtschaftsstandort Deutschland werden, reichen aber nicht aus. Auch neue Datenschutzregeln, die 2018 in Kraft treten, könnten der Cyber-Versicherung zu einem weiteren Schub verhelfen. Denn mit der kommenden EU-Verordnung gehen deutlich strengere Meldepflichten für Cyber-Vorfälle und damit tendenziell häufigere Haftungsfälle einher. Versicherer haben grundsätzlich die besten Karten, den Cyber-Kuchen über neue Produkte unter sich aufzuteilen. Aber sie sind nicht alleine: InsurTechs sowie Unternehmen aus anderen Bereichen mit einem guten Kundenzugang wollen ihr Stück vom wachsenden Cybermarkt haben, mit weiteren Neugründungen ist daher auch in Deutschland rechnen. Meine Prognose: Privat- wie Gewerbekunden werden von dem Wettbewerb zwischen etablierten Versicherern und InsurTechs in Form von leistungsfähigen Produkten und begleitenden Dienstleistungen profitieren.

Weitere Details in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft 08/17 unter „Versicherer entdecken Neuland – Cyberpolicen auf dem Weg zum Wachstumsmotor für eine ganze Branche“

InsurTech-Szene – Diese 67 Unternehmen treiben die Innovationen voran

Immer mehr Startups befassen sich im deutschsprachigen Raum mit der Versicherungsszene und immer unüberschaubarer wird die Szene rund um die sogenannten InsurTechs. Jetzt hat das vor einem Jahr von den Versicherungsforen Leipzig ins Leben gerufene „New Players Network“ eine aktualisierte Version seines Überblicks über die InsurTech-Szene veröffentlicht. Diese umfasst inzwischen 67 Startups der DACH-Region und bildet das rasante Wachstum an neuen Akteuren am Markt ab, die mit innovativen Lösungen die Digitalisierung der Versicherungsbranche vorantreiben.

FINLEX gehört dazu!

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PM: FINLEX automatisiert D&O-Underwriting

PRESSEMITTEILUNG

der FINLEX GmbH

FINLEX automatisiert D&O-Underwriting

Frankfurt, 03.05.2017 I Mit dem ersten Produkt der SMART-Reihe startet FINLEX ein neuartiges Konzept im Bereich der Antragsmodelle.  Kooperationspartner von FINLEX erhalten mit wenigen Angaben „auf Knopfdruck“ kundenfertige Angebote von bis zu sechs führenden D&O-Versicherern – in einem Maklertool, mit ihrem Logo, ohne auf die Angebote der Versicherer warten zu müssen. Da die Konditionen mit den Versicherern vorverhandelt sind, kann der Makler seinen Zeitaufwand auf bis zu 5 Minuten reduzieren.

Das neue Maklertool von FINLEX ist eine konsequente Weiterentwicklung der FINLEX Maklerplattform, auf der Makler bereits für ihre Kunden Ausschreibungen qualitätsgesichert und zeitsparend durchführen können. „Wir sind einen Schritt weitergegangen und haben die umfassende Risikoprüfung, die Versicherer bisher bei jeder einzelnen Ausschreibung noch machen mussten, systematisch in einen Algorithmus überführt. Damit treffen wir nicht nur den Bedarf der Versicherer an einem kosteneffizienten Underwriting, wir lösen auch die Probleme der derzeit am Markt etablierten D&O-Antragsmodelle“, sagt Tomasz Kosecki. Bisher mussten alle Risikofragen eines Antrags vollständig positiv beantwortet werden, um die Prämien des Antragsmodells nutzen zu können. Wurde eine Frage negativ beantwortet, so musste die Anfrage anschließend vom Versicherer individuell bearbeitet werden. Offen war dann, ob der Versicherer überhaupt und wenn ja, zu wettbewerbsfähigen Konditionen anbieten wird. Wollte ein Makler seinem Kunden dann auch noch Angebote von mehreren Versicherern unterbreiten, mussten Makler und Kunde sich mit mehreren Antragsmodellen auseinandersetzen oder parallel noch Ausschreibungen durchführen, da nicht bei jedem Versicherer Antragsmodelle verfügbar sind. „Das ist sehr zeitaufwändig und kompliziert für den Makler“, bemängelt Sebastian Klapper die bisherigen Lösungen.

Mit SMART-D&O von FINLEX erhält man nicht nur sofort eine Rückmeldung, ob das Risiko versicherbar ist. Das Tool ermöglicht auch eine automatisierte Reaktion von bis zu sechs Versicherern auf die individuelle Risikosituation des Kunden, z.B. erhalten langjährig erfolgreich wirtschaftende Unternehmen Nachlässe auf die Prämie. Durch die unterschiedliche Bewertung der Risikomerkmale ergeben sich letztlich mehrere tausend Risiko- und knapp 100.000 Prämienkombinationen. „Dadurch ist gewährleistet, dass die Nachfrage auch das richtige Angebot findet“, sagt Sebastian Klapper. „Der Versicherer reduziert seinen Zeitaufwand auf wenige Minuten für die Deckungsbestätigung im Erfolgsfall. Das ist ein enormer Fortschritt für Makler und Versicherer, von dem vor allem auch der Kunde profitiert: in ersten Testfällen konnten wir bei besonderes guten Risiken im Schnitt mindestens 20% Prämienersparnis aufzeigen.“
Nutzbar ist das D&O-Antragsmodell aktuell für Unternehmenskunden bis 100 Mio. Euro Jahresumsatz und bis zu einer Deckungssumme von 10 Mio. Euro. „Eine Ausweitung auf größere Kunden und höhere Deckungssummen ist technisch umsetzbar – wenn auch die Versicherer für die nächste Stufe der Automatisierung des Underwritings bereit sind“, sagt Tomasz Kosecki.

Das innovative Antragsmodell im Bereich der D&O-Versicherung ist das erste Produkt der SMART-Reihe, die Maklern und Versicherern schnelle, moderne, automatisierte, risikomindernde und transparente Lösungen für ihr Geschäft zur Verfügung stellt. Bis zum Sommer 2017 wird FINLEX das Antragsmodell SMART-Cyber auf den Markt bringen.
Die Lizenzen sind für Kooperationsmakler von FINLEX an keine Fixkosten gebunden, der im Erfolgsfall eine marktübliche Courtage erhält. Anfragen für Kunden mit einem Umsatz von mehr als 100 Mio. Euro können wie bisher über die FINLEX-Maklerplattform ausgeschrieben werden.

Über FINLEX:
FINLEX steht für Financial Lines Experts und ist ein unabhängiger Dienstleister für Versicherungsmakler auf dem Gebiet der Vermögenschaden-Versicherungen.

Kontakt
Sebastian Klapper, Geschäftsführer
Telefon: +49 (69) 2562 7154
E-Mail: sebastian.klapper@finlex.de
Adresse: Schleusenstr. 9, 60327 Frankfurt am Main
http://www.finlex.de

PM: FINLEX bringt eigenes Cyber-Produkt auf den Markt

PRESSEMITTEILUNG

der FINLEX GmbH

FINLEX bringt eigenes Cyber-Produkt auf den Markt

Frankfurt, 03.04.2017 I Wie bereits im Dezember letzten Jahres angekündigt, steht ab sofort das Cyber-Bedingungswerk von FINLEX zur Verfügung. Damit wächst die angebotene Produktpalette und sorgt in einem für Makler und Kunden gleichermaßen intransparenten Markt für einen neuen Standard.

Der von FINLEX bereits in D&O und Strafrechtsschutz erfolgreich praktizierte Weg, in den Financial Lines Hauptsparten einheitliche und über Marktstandard liegende Bedingungswerke auf den Markt zu bringen, welche standardmäßig von bis zu sechs Versicherern gezeichnet werden, wird somit fortgeschrieben. Ein von allen Versicherern akzeptierter Risikofragebogen erleichtert Kunden und Maklern die Risikoerfassung.

„Bisher musste ein Makler nicht nur die verschiedenen Bausteine eines Cyber-Wordings analysieren, sondern mangels eines Standards auch jedes einzelne Wort prüfen. Selbst wenn man die gleichen Begriffe in verschiedenen Versicherungsbedingungen findet, heißt das noch lange nicht, dass auch dasselbe gemeint ist“, sagt Geschäftsführer Tomasz Kosecki. „Die Herausforderung in der Beratung und der damit einhergehende Zeitaufwand ist immens.“

Über die Maklerplattform kann der Ausschreibungsprozess für die von FINLEX betreuten Kooperationsmakler und Inhousebroker durch einheitliche Bedingungen nicht nur zeitlich wesentlich verkürzt, sondern auch in großem Umfang standardisiert werden, was zur wesentlichen Enthaftung des Maklers beiträgt. Dabei wird die Ausschreibung mit einem Zeitaufwand von wenigen Minuten bei mehreren Versicherern gestartet und die Angebote der angefragten Versicherer werden für den Makler auf Knopfdruck zusammengefasst.

„Die Kunden profitieren bei ihrer Entscheidung über den Einkauf einer Cyber-Versicherung von der hohen Vergleichbarkeit der Bedingungswerke und können anderen wichtigen Kriterien, wie der Höhe einer angemessenen Versicherungssumme oder dem Profil der Dienstleister, die hinter der Police stehen und den Kunden bei Cyber-Vorfällen helfen sollen, die erforderliche Aufmerksamkeit schenken“ sagt Geschäftsführer Tomasz Kosecki. Der transparente und strukturierte Aufbau des Bedingungswerks erleichtert zum einen die Lesbarkeit. Zum anderen wird durch einen umfangreichen Katalog deckungsauslösender Ereignisse sichergestellt, dass die Kunden, auch wenn anfangs unklar ist, ob ein Cyber-Vorfall vorliegt, den Schutz der Cyber-Police haben. Der Ausschlusskatalog ist auf ein Minimum reduziert und die Rechtssicherheit im Hinblick auf Obliegenheiten und Anzeigepflichten erhöht worden.

„Als nächster Meilenstein ist die Einführung von dynamischen (Multi-Versicherer) Antragsmodellen (FINLEX SMART-Modelle) geplant. Diesbezüglich werden wir aber gesondert informieren,“ so Geschäftsführer Sebastian Klapper.

Über FINLEX:
FINLEX steht für Financial Lines Experts und ist ein unabhängiger Dienstleister für Versicherungsmakler auf dem Gebiet der Vermögenschaden-Versicherungen.

Kontakt
Sebastian Klapper, Geschäftsführer
Telefon: +49 (69) 2562 7154
E-Mail: sebastian.klapper@finlex.de
Adresse: Schleusenstr. 9, 60327 Frankfurt am Main
http://www.finlex.de

Alle Module im Überblick

Die Maklerplattform besteht zur Zeit aus sechs Modulen und wird zukünftig um weitere Module erweitert.

D&O-Unternehmensversicherung

D&O-Unternehmensversicherung

Eine D&O-Unternehmensversicherung ist heute fester Bestandteil des Versicherungsportfolios eines Unternehmens, sowohl im Mittelstand als auch bei Großunternehmen und Finanzdienstleistern.

Was ist versichert?
Wird einem Manager die Verletzung von Pflichten vorgeworfen und ein Anspruch auf Ersatz des durch die vorgeworfene Pflichtverletzung entstandenen Vermögensschadens gestellt (Versicherungsfall), ist es die Aufgabe des D&O-Versicherers die Haftungsfrage zu prüfen, unberechtigte Ansprüche gegen den Manager abzuwehren und – sollte die Abwehr nicht gelingen – den Schadenersatz für den Manager zu leisten.

Das Bezugsrecht im Versicherungsfall haben also die Manager selbst. Dem Unternehmen stehen im Versicherungsfall, obwohl es in vielen Fällen selbst der Anspruchsteller ist und die Prämie bezahlt, keine Rechte zu (Ausnahme: Vereinzelt beinhalten D&O-Unternehmensversicherungen Deckungsbestandteile, die auch dem Unternehmen selber als sog. Entity-Deckung zur Verfügung stehen können). Die Kosten des Unternehmens für die rechtliche Verfolgung von Managern sind vom Unternehmen selbst zu tragen und auch nicht anderweitig versicherbar.

Ergänzend zu diesen typischen Funktionen einer Haftpflichtversicherung gibt es in aller Regel weitere Deckungsbestandteile, die den Manager in bestimmten Situationen schützen können (z.B. Übernahme der Rechtskosten bei vorzeitiger Beendigung des Anstellungsvertrages im Vorfeld eines Schadenersatzanspruchs, Strafrechtsschutz, Kosten zur Minderung von Reputationsschäden, etc.).

Wer ist versichert?
In den allermeisten Fällen schließt das Unternehmen die Versicherung zugunsten aller Manager pauschal (ohne namentliche Nennung) ab und bezahlt die Versicherungsprämie als steuerlich abzugsfähige Betriebsausgabe (D&O-Unternehmenspolice). Üblicherweise sind die Manager aller Tochtergesellschaften weltweit versichert.

Manager und damit „versicherte Personen“ im Rahmen einer D&O-Versicherung sind typischerweise:

  • Mitglieder von Leitungsorganen (Vorstand, Geschäftsführung, etc.)
  • Mitglieder von Kontrollorganen (Aufsichtsrat, Beirat, etc.)
  • Weitere Personenkreise, die eine leitende Funktion bzw. besondere Stellung im Unternehmen haben (Generalbevollmächtigte, Prokuristen, leitende Angestellte, Compliance Officer, etc.)

In Einzelfällen kann eine D&O-Unternehmenspolice durch „D&O-Nebenprodukte“ ergänzt werden, z.B. eine separate D&O-Unternehmenspolice zugunsten ausgeschiedener Manager oder auch (ausschließlich) zugunsten des Aufsichtsrats, der Manager einer Konzernmuttergesellschaft, etc.

Eine weitere Ausprägung ist die sog. PTL- oder auch Fiduciary-Versicherung. Sie bietet als kombinierte D&O- und E&O-Versicherung speziellen Versicherungsschutz für das rechtlich selbständige Pensionssondervermögen und die handelnden Personen, die mit der Verwaltung und Kontrolle des Pensionssondervermögens des Unternehmens betraut sind.

Wer versichert?

In Deutschland gibt es mittlerweile eine hohe Anzahl von D&O-Versicherern, derzeit ca. 35. Da Unternehmen aufgrund ihrer globalen Aktivitäten und in Zeiten von Compliance zunehmend auch internationale Versicherungsprogramme (sog. Master- und Lokalpolicen) umsetzen sollten, reduziert sich die Anzahl der möglichen „Führungsversicherer“ realistischerweise auf unter zehn.

Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für Dienstleister

Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für Dienstleister

Das Marktsegment der Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen für den „freien“ (nicht verkammerten) Dienstleistungssektor ist sehr heterogen. Geläufig ist dabei der Begriff der „Berufshaftpflichtversicherung“, im Englischen als „Professional Indemnity (PI)“ bekannt. Oftmals werden die Bezeichnungen „Professional Indemnity (PI)“ und „Errors & Omissions (E&O)“ inhaltsgleich verwendet.

Aufgrund der per se am Markt vorhandenen Vielfalt von Berufen, Dienstleistungen und Branchen, der nicht vorhandenen berufsrechtlichen bzw. berufsständischen Regelungen und der ständigen durch gesamtwirtschaftliche Entwicklungen wie z.B. „Outsourcing“ geprägten Veränderung des Dienstleistungssektors lässt sich ein einheitlicher Versicherungsstandard kaum erkennen. Die Internationalisierung der Dienstleistungsunternehmen durch Übernahmen aus dem Ausland, dem Angebot grenzüberschreitender Dienstleistungen oder die Expansion ins Ausland mit eigenen Niederlassungen oder Tochtergesellschaften trägt ihren Teil dazu bei.

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherer bieten für viele der Berufe, Dienstleistungen und Branchen Versicherungskonzepte an. Die überwiegende Anzahl der Produkte basiert auf den Allgemeinen Bedingungen zur Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (AVB), jeweils ergänzt um berufs- oder branchenbezogene Besondere Bedingungen und Risikobeschreibungen. Ergänzt werden können die Versicherungslösungen um bestimmte Bausteine, z.B. eine Büro-/Betriebshaftpflichtversicherung, den Einsatz des Internets oder (von einigen innovativen Versicherern angeboten) einen Cyber-Baustein. Unternehmen im „ freien“ (nicht verkammerten) Dienstleistungssektor, die eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung einkaufen, sind typischerweise:

  • Medienunternehmen (z.B. Werbeagenturen, Verlage, etc.)
  • IT-Dienstleister (z.B. Softwareentwickler, IT-Berater, etc.)
  • Unternehmensberater und/oder Interimsmanager
  • Immobiliendienstleister (z.B. Real Estate Asset Manager, Property Manager, etc.)
  • etc.

FINLEX bietet zur Zeit keine Vermögenschadenhaftpflichtversicherungen für Architekten und Ärzte an.

Meist werden die Versicherungsverträge in Form von Jahresverträgen abgeschlossen. Auch hier kann jedoch (ähnlich wie bei den verkammerten Berufen) unterjährig, z.B.aufgrund Anforderung des Auftraggebers, der Bedarf entstehen, eine auftragsbezogene (und. ggf. auftraggeberfinanzierte) Einzelversicherung („Objektdeckung“) abzuschliessen.

Was ist versichert?
Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht (privatrechtlichen Inhalts) des Versicherungsnehmers wegen eines bei der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit begangenen Verstoßes. Versichert ist in aller Regel ausschließlich die in der Risikobeschreibung angegebene Tätigkeit der Versicherungsnehmerin. Die Höhe der Versicherungssumme ist dabei grundsätzlich frei wählbar. Bei der Wahl der „passenden“ Versicherungssumme und etwaiger Maximierungen sind diverse Kriterien zu beachten, z.B. die durchschnittlichen Auftragsvolumina oder die regelmäßig vereinbarten vertraglichen Haftungsbegrenzungen.

Ein wichtiger Teilmarkt, die Unternehmensberatungs- und Interimsmanagementbranche, hat insbesondere in vorinsolvenzlichen bzw. außergerichtlichen Sanierungssituationen die Besonderheit, dass neben der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für die Beratungsleistung die Platzierung einer ergänzenden Objektdeckung, die Persönliche CRO-D&O-Versicherung, unter Umständen notwendig wird. Siehe hierzu: CRO D&O

Wer ist versichert?
Hier gilt es zu differenzieren, wer Versicherungsnehmerin ist. Handelt es sich um eine einzelne natürliche Person, so ist diese auch Versicherungsnehmerin. Bei juristischen Personen ist dies die Gesellschaft selbst. Dabei sind die für die Gesellschaft tätigen Mitarbeiter ebenfalls versichert.

Wer versichert?
Betrachtet man den gesamten Markt der Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen ist festzuhalten, dass  – bis auf wenige Anbieter auf Makler- und Versichererseite, die zumeist für ein kleines Klientel (Selbstständige mit keinen bzw. wenigen Mitarbeitern) moderne Versicherungsprodukte auf Internet-Plattformen anbieten – wenig Weiterentwicklung (vermeintlich notwendige Anpassung an bereits bestehende Bedarfe auf Kundenseite) und noch weniger Innovation und Bewegung stattfindet. Mangels Transparenz kaufen viele Kunden de facto durchschnittliche Konzepte ein, obwohl es deutlich bessere Ansätze, insbesondere bei auf dem deutschen Markt jüngeren Risikoträgern, gibt.

Der Anbietermarkt ist relativ groß. Erstzunehmen sind in etwa ein halbes Dutzend an Versicherern, wobei diese sich in der jeweiligen Zeichnungspolitik stark unterscheiden.

Prospekthaftungs-Versicherung (Public Offering of Securities Insurance – POSI)

Prospekthaftungs-Versicherung (Public Offering of Securities Insurance – POSI)

Die Bezeichnung „POSI“ (Public Offering of Securities Insurance) steht im Wesentlichen für das Absicherungskonzept gegen das Prospekthaftungsrisiko bei einer Kapitalmarktemission. Bei der öffentlichen Platzierung von Wertpapieren ist der Emittent gesetzlich verpflichtet, ein Wertpapierprospekt zu veröffentlichen, welches umfassende Informationen über die Chancen und Risiken des Wertpapiers enthält. Enthalten Wertpapierprospekte dann möglicherweise unrichtige oder unvollständige Risikoangaben, so können den Anlegern finanzielle Verluste wiederfahren. Schadenersatzansprüche dieser Anleger können die Folge sein. Die POSI ist eine Haftpflichtversicherung, d.h. sie bietet entsprechenden Kostenschutz für die Prüfung der Haftpflichtfrage und der Abwehr unberechtigter Ansprüche und befriedigt berechtigte Ansprüche.

Dabei ist der erstmalige „Gang aufs Parkett“ (Börsengang/IPO – Initial Public Offering) für den Herausgeber der Wertpapiere (Emittent) besonders risikoträchtig, da er sich hier auf einen bisher unbekannten Weg begibt. Nicht nur der IPO sondern auch andere prospektpflichtige Kapitalmarktmaßnahmen, insbesondere SPOs – Secondary Public Offerings, Kapitalerhöhungen oder Fremdkapitalemissionen (Anleihen) unterliegen dem Prospekthaftungsrisiko.

Aufgrund der aktuellen Rechtsprechung (Stichwort: Telekom/KfW-Urteil) und einer verschärften Gesetzeslage, insbesondere eine bis zu 10 Jahren dauernde Verjährungsfrist, werden vermehrt höhere Versicherungssummen von den Emittenten eingekauft. Branchenkenner gehen davon aus, dass dieser Trend auch weiter anhalten wird. Der Beratungsbedarf bei diesen Absicherungsprodukten ist sehr hoch.

Was ist versichert?
Die POSI-Versicherung gewährt als Spezialdeckung Schutz gegen Haftungsrisiken im Zusammenhang mit einer Kapitalmarktmaßnahme. Andere Versicherungen des Unternehmens, welches die Wertpapiere emittiert, insbesondere die D&O-Versicherung bieten keinen hinreichenden Deckungsschutz und können zudem auch nicht die weitreichenden Interessen der Beteiligten (z.B. Eigenschaden des Emittenten, Ansprüche von Banken) mit absichern.
Dementsprechend sind folgende Deckungsbausteine mit versicherbar:

  • Roadshows und sonstige Äußerungen
  • Mitversicherung von im „Underwriting Agreement“ freigestellten Konsortialbanken
  • Versicherungsschutz für veräußernde Aktionäre („Selling Shareholder“)

Wer ist versichert?

  • die Gesellschaft als Emittentin
  • Organmitglieder und Arbeitnehmer
  • ggf. Dritte

Wer versichert?
Im Gegensatz zum mittlerweile ganzjährig hochaktiven Anleihen-Emissionsmarkt ist der Markt für Eigenkapital-Emissionen (IPO, SPO, etc.) erst seit Ende 2012 wieder richtig aktiv, wobei der Markt für die sogenannten Minibonds (Anleihen von Mittelstandsunternehmen) zur Zeit zum Erliegen gekommen ist. Die momentane Niedrigzinsphase der Notenbanken lässt jedoch diese alternative Finanzierung über den Kapitalmarkt neben dem regulären Bankdarlehen für Unternehmen weiterhin attraktiv erscheinen.
In Deutschland sind die führenden D&O-Versicherer auch zugleich die POSI-Versicherer. Maximale im deutschen Markt platzierbare Kapazität beträgt zur Zeit ca. EUR 450 Mio. Versicherungssumme.

Garantieversicherung bei Unternehmenstransaktionen (Warranty & Indemnity – W&I)

Garantieversicherung bei Unternehmenstransaktionen (Warranty & Indemnity – W&I)

Der Markt für Unternehmenstransaktionen erlebt zur Zeit einen regelrechten Boom. Im Zuge dessen ist auch die Nachfrage nach Versicherungslösungen für M&A-Risiken in Form von Garantie- oder Gewährleistungsversicherungen (Warranty & Indemnity Insurances – W&I) in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen.

Was ist versichert?
Bei der W&I geht es um die Absicherung von Vermögenseinbußen in Folge von Garantie- oder Gewährleistungsversprechen. Sowohl Käufer als auch Verkäufer einer Unternehmenstransaktion können grundsätzlich eine W&I abschließen, die insbesondere dann eingreifen soll, wenn sich ein vom Verkäufer abgegebenes Garantieversprechen als unrichtig herausstellt. Denn ist die vom Verkäufer abgegebene Garantie (bspw. im Hinblick auf die Richtigkeit von steuerlichen Vorgängen oder die Belastungsfreiheit von Geschäftsanteilen) fehlerhaft, haftet der Verkäufer dem Käufer grundsätzlich aus der vertraglichen Garantie. Versicherbar sind hauptsächlich unbekannte, durch Garantieversprechen abgedeckte Risiken. Vom Verkäufer und Käufer bekannte Risiken, wie üblicherweise Gegenstand von Freistellungen, sind nur in Ausnahmefällen versicherbar.

Besondere Unterformen der W&I sind dabei:

  • Tax Indemnity Insurance           Absicherung gegen unerwartete Steuereffekte
  • Litigation Buyout Insurance      Absicherung gegen anhängige oder drohende Rechtsstreitigkeiten
  • Environmental Insurance          Absicherung gegen Umweltrisiken
  • Special Situation Insurance      Absicherung gegen bekannte, bereits im Vorfeld identifizierte Risiken

Wer ist versichert?
Ist der Verkäufer Versicherungsnehmer, erwirbt er bei Haftung aufgrund einer fehlerhaften Garantie einen Anspruch gegen den Versicherer auf Freistellung von Haftungsansprüchen des Käufers.

Ist der Käufer Versicherungsnehmer, erwirbt er aufgrund einer fehlerhaften Garantie einen Anspruch gegen den Versicherer auf Ausgleich des entstandenen Schadens.

Die Warranty & Indemnity Insurance dient damit letztlich sowohl den Verkäufern- als auch den Käuferinteressenten, und zwar unabhängig davon, wer von beiden den Versicherungsvertrag abgeschlossen hat.

Wer versichert?
Eine Hand voll Versicherer bieten ihre Kapazität in Deutschland an. Mittlerweile haben die Versicherer auch die entscheidenden Underwriter in Deutschland, sodass zeitraubende Kommunikationswege über London überflüssig geworden sind. In der Vergangenheit ist der Risikotransfer oft daran gescheitert, dass eine Versicherungslösung von den Parteien meistens erst recht spät im Rahmen der M&A-Vorbereitung adressiert wurde und die Versicherer selber ein umfangreiches Underwriting wünschten. Insofern orientieren sich die Versicherer mittlerweile an den zugänglichen Informationen aus der Due Dilligence. Die Kosten einer W&I liegen im Durchschnitt etwa zwischen 0,9 und 2 % der Deckungssumme, wobei in letzter Zeit die Tendenz von sinkenden Versicherungsprämien erkennbar ist.

Transparenz

„Offener und ehrlicher Umgang ist für FINLEX das Fundament für gemeinsamen Erfolg.“

FINLEX steht zu voller Transparenz.

Auch ohne gesetzliche Regelung ist die Offenlegung unserer Vergütung selbstverständlich. Wir garantieren unseren Geschäftspartnern, dass wir neben den aufgezeigten Erträgen keine weiteren Zusatzcourtagen, Overrider o.ä. unmittelbar oder mittelbar von Versichererseite erhalten.

Transparenz heißt für uns nicht nur die Offenlegung von externen Vereinbarungen. FINLEX ist unabhängig, d.h. es gibt keine finanzierenden Kooperationspartner im Hintergrund. Nur so ist eine vertrauensvolle und langfristige Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern gewährleistet.

Expertenwissen

„Pioniergeist und Innovationskraft ja – Experimente nein“

Wir tun nur das, was wir am Besten können: Financial Lines.

FINLEX konzentriert sich ausschließlich auf Vermögensschadenversicherungen und erarbeitet Versicherungslösungen nur für die Risiken und Kundengruppen, die wir inhaltlich auch „durchdrungen“ haben.

FINLEX hat den Anspruch, für alle Risiken und Kundengruppen, proaktiv marktführende, exklusive Versicherungskonzepte zu verhandeln und umzusetzen. Impulse dafür erhalten wir oft von unseren Kunden direkt. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen hierfür in Frage kommenden Versicherern ist die Basis dafür, dass unsere Mandanten Zugang zum bestmöglichen Versicherungsschutz erhalten.

Produktinnovationen machen einen Experten nicht nur aus – sie werden von ihm erwartet. Experte sein, bedeutet aber nicht nur vertriebsorientiert neue Versicherungskonzepte zu entwickeln und in den Markt einzuführen, sondern auch deren tatsächlichen Nutzen (selbst)kritisch zu überprüfen und mit dem vermeintlichen Wissensvorsprung, auf dessen Basis die Produkte entstanden sind, verantwortungsvoll umzugehen.

Ein Versicherungsvertrag behauptet sich erst im Versicherungsfall. Financial Lines Schadenfälle laufen allerdings häufig anders ab als man es von den „klassischen“ Versicherungen gewohnt ist: Sie sind im Thema abstrakter und von den Abläufen her aufgrund der Abhängigkeiten zu anderen Dritten schwieriger zu „managen“. Unterschiedliche Interessenlagen (z.B. bei D&O-Schadenfällen) und komplizierte rechtliche Zusammenhänge erschweren eine zielgerichtete Schadenbearbeitung. FINLEX stellt sicher, dass Versicherungsverträge „sich behaupten können“ und die Versicherer ihre Leistungsversprechen einhalten.

Advisory

Advisory

„Wer alleine arbeitet, addiert. Wer gemeinsam arbeitet, mulitipliziert.“ (arabische Weisheit)

Unser Service für Versicherungsmakler basiert auf der praktischen Erkenntnis, dass in einem weichen und von großem Wettbewerb geprägten Marktumfeld eine effiziente und bedarfsgerechte Betreuung in strategisch wichtigen Versicherungssparten unerlässlich ist. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Managerhaftung, da dieser unmittelbar die Entscheidungsträger der Unternehmen betrifft. Insofern ist D&O Türöffner, aber auch gleichzeitig ein Risiko für die Geschäftsbeziehung zum Unternehmen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Beratung, die laufende Betreuung oder die Schadenbearbeitung hinter den Erwartungen der Unternehmenslenker zurückbleibt.

Der Spagat zwischen guter Betreuung des Kunden, der eigenen Profitabilität und möglichen Interessenkonflikten im Schadenfall stellt dabei für viele Versicherungsmakler eine große Herausforderung dar. Eigene Ressourcen für den Bereich Finacial Lines aufzubauen, ist sehr schwierig. Dies gilt nicht zuletzt auch angesichts der weichen Marktphase und den damit verbundenen sinkenden Courtageeinnahmen.

FINLEX hält für Sie folgende Lösungen bereit, um diesen Spagat zu meistern:

  • Wir stellen unseren Kooperationsmaklern eine onlinebasierte Informations-, Vertriebs- und Platzierungsplattform für den Bereich Financial Lines zur Verfügung.
  • Wir sind Partner, nicht Know-How-Hüter, d.h. wir geben unser Wissen an Sie weiter und tragen zu Ihrer Selbstständigkeit bei.
  • Wir helfen Ihnen in jeder Marktphase über definierte Standards und starke Produkte. Auch so tragen wir zu Ihrer eigenen „Enthaftung“ gegenüber Ihren Kunden bei.
  • Wir gehen transparent mit Courtagen (Vergütung) um und gewähren Ihnen einen fairen Anteil an der Gesamtcourtage, welcher mindestens den marktüblichen Standardcourtagen der Versicherer entspricht.
  • Wir unterstützen optional auch aktiv gegenüber Endkunden, aber nur, wenn es von Ihnen gewünscht ist und dadurch keine Interessenskonflikte zu anderen Partnern entstehen. Ansonsten halten wir uns als Dienstleister im Hintergrund.
Broking

Broking

Innovative Maklertools sind essentiell für modernes und zeitgemäßes Broking. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, stellt FINLEX seinen Kooperationsmaklern über die Maklerplattform praxiserprobte „Handwerkzeuge“ zur Verfügung:
  • Marktführende und mit führenden Versicherern abgestimmte Versicherungsprodukte
  • Moderne Ausschreibungs- und Platzierungssysteme, welche den Zeitaufwand von Maklern von mehreren Stunden auf wenige Minuten reduzieren

Bei der Auswahl unserer Partner, verfolgen wir im Sinne von „best-advice“ grundsätzlich einen Panel-Ansatz. Das heißt, wir verhandeln ein Produkt mit mehreren Versicherern, um dem Makler eine ausreichende Anzahl von Risikoträgern zur Verfügung zu stellen. An die Auswahl der Risikoträger stellen wir hohe Ansprüche. Facilites, welche nur eingeschränkt einen Marktüberblick ermöglichen, lehnen wir ab. Uns ist es wichtig, das beste Ergebnis für unsere Makler zu erreichen und durch einen freien Marktzugang Abhängigkeiten zu minimieren.

Mit unserer FINLEX-Maklerplattform und unseren dynamischen Antragsmodellen entwickeln wir moderne Techniken, die nicht nur den Ausschreibungsprozess und damit den Arbeitseinsatz beim Kooperationsmakler erheblich verkürzen, sondern auch standardisieren, um so Fehler und Haftungsrisiken zu minimieren. Der Makler führt dabei die Ausschreibung selbstständig, erhält dadurch volle Transparenz und kann jederzeit darauf Einfluss nehmen: Zeitersparnis, Transparenz, Qualitätssicherung und Enthaftung des Maklers stehen dabei stets im Vordergrund.

Managerhaftung

Managerhaftung

Führungskräfte haben eine große Verantwortung gegenüber ihrem Unternehmen, Gesellschaftern, Banken und anderen Dritten („Stakeholdern“). Kommen sie dieser Verantwortung nicht (ausreichend) nach und es entsteht dadurch ein finanzieller Schaden, dann müssen sie persönlich Schadenersatz leisten („Managerhaftung“). Stetige Haftungsverschärfungen und eine aggressive Anspruchsmentalität führen dazu, dass z.B. in Deutschland allein gegen GmbH-Geschäftsführer jährlich über mehrere tausend Schadenersatzprozesse angestrengt werden.

Unabhängig (oder auch im Vorfeld) einer zivilrechtlichen Inanspruchnahme müssen sich Manager mit strafrechtlicher Verfolgung bzw. entsprechenden Ermittlungen auseinandersetzen, z.B. beim Vorwurf der Untreue.

Eigenschadendeckungen für Unternehmen

Eigenschadendeckungen für Unternehmen

Bei der Eigenschadenversicherung fallen versichertes Unternehmen und Begünstigter nicht auseinander, d.h. der Versicherer wickelt den unmittelbaren Schaden direkt mit der Versicherungsnehmerin ab.

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der in den letzten zwei Jahren von Wirtschaftskriminalität betroffenen Unternehmen geben als einschlägige Deliktsarten Diebstahl oder Unterschlagung an. 54 Prozent der Betroffenen nennen Betrugs- und Untreuedelikte. Daneben entwickelt sich seit kurzem ein weiterer zukunftsträchtiger Markt rund um die Cyber-Versicherung. Hierbei handelt es sich um eine All-Risk-Police, die sowohl Eigenschäden als auch Drittschäden im Rahmen von Hackerangriffen und Datenverlusten absichert.

Hier bietet FINLEX die folgenden Versicherungsprodukte an, wobei die Cyber-Versicherung aufgrund des umfangreichen Deckungsschutzes eher als Mischprodukt zwischen Eigenschaden- und Haftpflichtversicherung einzuordnen ist.

Beraterhaftung

Beraterhaftung

Der Dienstleistungsbereich stellt in Deutschland rund drei Viertel der Arbeitsplätze und trägt einen Beitrag von 70 Prozent zur gesamten Wertschöpfung bei. Dieser so wichtige Sektor setzt sich dabei aus vielen interessanten und teilweise höchst unterschiedlichen Berufsbildern zusammen, die wiederum eng mit dem produzierenden Sektor verzahnt sind. Auf der einen Seite gibt es viele etablierte und traditionelle Berufsbilder, wie z.B. die der verkammerten Berufe, während auf der anderen Seite, gerade in Zeiten der Digitalisierung, immer wieder neue Dienstleister auf dem Markt kommen. Die jeweiligen Versicherungsmärkte sind dabei entweder seit Jahrzehnten etabliert oder müssen erst an die neu entstehenden Bedürfnisse angepasst werden. Dabei sind Risikoverständnis, Know-How, und der Marktzugang essentiell, um dem anspruchsvollen Klientel und dessen individuellen Risiko gerecht zu werden.

Directors & Officers Versicherung (D&O)

Directors & Officers Versicherung (D&O)

Die zivilrechtlichen Haftungsrisiken der Manager können mit einer Directors & Officers-Versicherung (D&O-Versicherung, auch Managerhaftpflichtversicherung oder Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Unternehmensleiter) abgesichert werden. Sie ist mittlerweile zu einer Art „Pflichtversicherung“ für jeden Manager geworden. Hierbei haben sich im Laufe der letzten Jahre verschiedene Ausprägungen von D&O-Versicherungen im Versicherungsmarkt etabliert.

Industrie-Strafrechtsschutz

Industrie-Strafrechtsschutz

Die Industrie-Strafrechtsschutzversicherung sowie die D&O-Versicherung sind in einem Atemzug zu nennen, um Organmitgliedern einen hinreichenden Schutz zu geben. Als Unternehmer gerät man schnell ins Visier der
Staatsanwaltschaft. Eine Vielzahl sich zum Teil ständig ändernder gesetzlicher Regelungen macht es
dem Unternehmer immer schwerer, den Überblick zu behalten. Wie beim Vorwurf einer Straftat, bei dem Verdacht auf Steuerhinterziehung oder wenn es heißt, der Geschäftsführer hätte seine Sorgfaltspflicht verletzt.

Vielfach laufen strafrechtliche Ermittlungen und zivilrechtliche Inanspruchnahmen parallel. Gerne warten Geschädigte die Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen ab, bevor sie selber zivilrechtlich gegen die vermeintlichen Schädiger vorgehen. Oft findet sich zwar ein Rechtsschutz-Baustein in der D&O-Versicherung. Dieser ist jedoch meistens unzureichend formuliert. Die Industrie-Strafrechtsschutzversicherung gewährleistet deshalb einen eigenen und umfassenden Rechtsschutz für die Mitarbeiter des Unternehmens.

Was ist versichert?
Die Strafrechtsschutzversicherung gewährt Versicherungsschutz insbesondere bei

  • Verdacht auf Steuerhinterziehung
  • Korruptionsvorwürfen
  • Ermittlungen wegen angeblich ungenügender Arbeitsschutzbestimmungen nach Arbeitsunfall
  • Vorwürfen in Sachen Datenschutz
  • Betriebsstilllegung

und bietet vorsorglichen Rechtsschutz bereits vor Einleitung eines Ermittlungsverfahrens.

Wer ist versichert?
In den Versicherungsschutz sind in der Regel alle Ihre Mitarbeiter und Betriebsangehörigen einbezogen. Der Schutz sollte weltweit und für alle Filialen und Tochtergesellschaften gelten.

Wichtig ist hierbei insbesondere ein funktionierendes Strafverteidiger-Netzwerk.

Wer versichert?
Nur eine Hand voll von Rechtsschutzversicherern zeichnet die Industrie-Strafrechtsschutzversicherung noch in Deutschland. Aufgrund der in den letzten Jahren gestiegenen Schadenfällen und auch den zunehmenden Schadenhöhen sind Versicherer sehr restriktiv in der Gewährung von Versicherungsschutz für bestimmte Branchen, wie z.B. Banken, geworden.

Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für Finanzdienstleister (Financial Institutions – „FI“)

Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung für Finanzdienstleister (Financial Institutions – „FI“)

Die Vermögenschadenhaftpflicht-Versicherung für Finanzdienstleister (FI) wird auch weitläufig als E&O-Versicherung (Errors & Omissions – Vermögensschäden durch Fehler und Unterlassungen) bezeichnet. Oftmals werden die Bezeichnungen „Errors & Omissions (E&O)“ und „Professional Indemnity (PI)“ inhaltsgleich verwendet.

Wir verstehen unter Finanzdienstleistern insbesondere folgende Geschäftsmodelle:

    • Banken (z.B. Privatbanken, öffentliche Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken)
    • Versicherungen
    • Vermögensverwalter / Asset Manager
    • Fondsverwalter / Fondsmanager / Fondsinitiatoren (z.B. Kapitalverwaltungsgesellschaften – KVG) aller Anlageklassen, u.a.
      • Private Equity und Venture Capital Gesellschaften
      • Emissionshäuser
      • Kapitalanlagegesellschaften
    • Vermittler (z.B. Versicherungsvermittler, Finanzdienstleistungsvermittler, etc.)

Was ist versichert?
Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht des Versicherungsnehmers wegen einer bei der Ausübung der beruflichen Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung. Versichert ist in aller Regel ausschließlich die in der Risikobeschreibung angegebene Tätigkeit. Die Höhe der Versicherungssumme ist – mit Ausnahme von Mindest-Versicherungssummen im Pflichtversicherungsbereich (z.B. Finanzdienstleistungsvermittler) – grundsätzlich frei wählbar. Bei der Wahl der „passenden“ Versicherungssumme und etwaiger Maximierungen sind diverse Kriterien zu beachten, z.B. Fonds- oder Auftragsvolumina, vereinbarte vertragliche Haftungsbegrenzungen, die durch das Geschäftsmodell gegebene Risikostreuung aufgrund der Anlage in verschiedene Anlageklassen, Kundenstruktur, etc.

Wer ist versichert?
Versichert ist in aller Regel eine Muttergesellschaft oder Holding als Versicherungsnehmerin. Versichert sind auch – je nach Geschäftsmodell – die Tochtergesellschaften und die Fondsverwaltungs- und Fondsgesellschaften. Die Organe und die für die Gesellschaft tätigen Mitarbeiter sind ebenfalls vom Versicherungsschutz umfasst.

Insbesondere bei Tätigkeiten, die ein Prospekthaftungsrisiko bergen, ist die persönliche Haftung der handelnden Personen (meist Organe) und der juristischen Personen (meist der Fondsverwalter) kaum trennbar bzw. sauber abgrenzbar. Es bestehen sogar gesamtschuldnerische Haftungen. Dies löst man in der Regel mit kombinierten D&O/E&O-Versicherungen, um Deckungslücken zu vermeiden.

Wer versichert?
Bei der Versicherung von Finanzdienstleistern kann man auf ca. 10-15 Versicherer zurückgreifen. Die Zahl der Versicherer, die für einen Grundvertrag in Frage kommen (so genannte „Führungsversicherer“), ist hierbei geringer und vom jeweiligen Kundensegment abhängig.

Persönliche CRO D&O-Versicherung

Persönliche CRO D&O-Versicherung

Die Persönliche CRO D&O-Versicherung eignet sich für Interimsmanager von Unternehmen in vorinsolvenzlichen bzw. außergerichtlichen Restrukturierungssituationen, die selbst (ggf. zusätzlich zu einer in aller Regel nicht ausreichenden bzw. werthaltigen D&O-Konzernversicherung des Unternehmens in der Krise) vorsorgen wollen.

Was ist versichert?
Der Versicherungsschutz ist vergleichbar mit dem einer D&O-Konzernversicherung. Wesentlicher Unterschied ist, dass lediglich eine Person versichert ist und keine andere Person auf diese Versicherungssumme zugreifen kann.

Wird einem Interimsmanager die Verletzung von Pflichten vorgeworfen und ein Anspruch auf Ersatz des durch die vorgeworfene Pflichtverletzung entstandenen Vermögensschadens gestellt (Versicherungsfall), ist es die Aufgabe des D&O-Versicherers die Haftungsfrage zu prüfen, unberechtigte Ansprüche gegen den Manager abzuwehren und – sollte die Abwehr nicht gelingen – den Schadenersatz für den Manager zu leisten.

Ergänzend zu diesen typischen Funktionen einer Haftpflichtversicherung gibt es in aller Regel weitere Deckungsbestandteile, die den Manager in bestimmten Situationen schützen können (z.B. Strafrechtsschutz, Kosten zur Minderung von Reputationsschäden, etc.).

Interimsmanager haben typischerweise keinen Anstellungsvertrag mit dem Unternehmen für das sie tätig sind. Formell handelt es sich in aller Regel um Beratungsverträge: je nach Umfang des Beratungsvertrags ist zu prüfen, ob ergänzend zur Persönlichen CRO D&O-Versicherung eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Beratungsleistungen notwendig ist.

Wer ist versichert?
Versicherbar sind Interimsmanager von Unternehmen in vorinsolvenzlichen bzw. außergerichtlichen Restrukturierungssituationen (Chief Restructuring Officer, Sanierungsgeschäftsführer, Liquidationsgeschäftsführer u.ä.). In rechtlicher Hinsicht sollte eine „organähnliche“ Funktion ausgeübt werden (Geschäftsführer, Vorstand, Generalbevollmächtigter, etc.). Versicherte Person (und Versicherungsnehmer, ggf. aber nicht Prämienzahler) ist in der Regel ausschließlich der  jeweilige Interimsmanager in der benannten versicherten Funktion.

Wer versichert?

Von der Vielzahl der D&O-Versicherer in Deutschland gibt es derzeit knapp eine Hand voll Versicherer, die in der Lage sind CRO D&O-Individualversicherungen anzubieten. Demnach erreichen die derzeit „pro Person“ verfügbaren Versicherungssummen noch nicht annähernd die Höhe, die Unternehmen einkaufen können. Unter Umständen kann über typische „Exzedentenversicherer“ weiterer Versicherungsschutz eingekauft werden.