FINLEX auf dem GVNW-Symposium 2017

Dr. Stefan Steinkühler wird als Panel-Teilnehmer auf dem GVNW Symposium 2017 am 7. September 2017 in München das Forum „Vertrauensschaden – Vertrauen ist gut, Deckung ist besser“ durch einen Redebeitrag unterstützen und an der anschließenden Diskussion mitwirken.

Themen werden u.a. sein:

  • Zusammenspiel Vertrauensschaden (VSV)- und D&O-Versicherung
  • Einwand der grobfahrlässigen Schadenherbeiführung nach § 81 Abs. 2 VVG
  • Abgrenzung zwischen Cyber- und VSV-Versicherung, insb. bei sog. Fake-President-Schadenfällen

Das vollständige Programm des GVNW Symposiums 2017 finden Sie hier.

Fake-President: Verbrechen aus dem Netz

Wird durch die „Fake-President-Masche“ die Sicher­heits­lücke Mensch aus­ge­nutzt, und war der An­griff erfolg­reich, stellt sich die Frage, wer für den ent­stan­de­nen Schaden haftet und wie dieser möglicherweise versichert werden kann. In Frage kommen dabei direkte Absicherungsformen durch eine Vertrauensschaden- (VSV) und eine Cyber-Versicherung, aber auch die D&O-Versicherung im Rahmen eines Regresses gegen das verantwortliche Management.

Dr. Stefan Steinkühler und Kati Kunze behandeln diese Fragestellungen in dem DATEV-Magazin Ausgabe 09/2017.

Alle Module im Überblick

Die Maklerplattform besteht zur Zeit aus sechs Modulen und wird zukünftig um weitere Module erweitert.

4. DVS Fachtagung: Cyber-Versicherung und Financial Lines

Dr. Stefan Steinkühler referierte auf der 4. DVS Fachtagung Cyber-Versicherung und Financial Lines am 19. April 2016 in Köln zum Thema „Vertrauensschadenversicherung – unterschätzt, überschätzt und überraschend“. Hierbei ist er neben aktuellen Markttrends auch auf VSV-Schadenfälle eingegangen, bei denen für den Versicherungsnehmer das Schadenregulierungsverhalten des Versicherers „überraschend“ war.

Die VSV ersetzt in der Regel nur den unmittelbaren Schaden. Mangels einer gesetzlichen Definition existiert keine klare Abgrenzung zum sog. mittelbaren Schaden. Hier entstehen oft langwierige Diskussionen mit dem Versicherer. Oft erheben diese auch den Einwand der grobfahrlässigen Schadenherbeiführung nach § 81 Abs. 2 VVG, indem der Versicherungsnehmerin vorgehalten wird, nicht alle erforderlichen Organisationsmaßnahmen implementiert zu haben, um den Schadeneintritt zu verhindern. Letztlich kann aber dann daraus schnell ein D&O-Schaden werden, wenn dem dafür verantwortlichen Organmitglied ein Organisationsverschulden vorgeworfen werden kann.

Hier finden Sie den kompletten Vortrag – es gilt, wie immer, das gesprochene Wort!

Link(s):
4. DVS Fachtagung Cyber-Versicherung und Financial Lines

Vortrag VSV

Eigenschadendeckungen für Unternehmen

Eigenschadendeckungen für Unternehmen

Bei der Eigenschadenversicherung fallen versichertes Unternehmen und Begünstigter nicht auseinander, d.h. der Versicherer wickelt den unmittelbaren Schaden direkt mit der Versicherungsnehmerin ab.

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der in den letzten zwei Jahren von Wirtschaftskriminalität betroffenen Unternehmen geben als einschlägige Deliktsarten Diebstahl oder Unterschlagung an. 54 Prozent der Betroffenen nennen Betrugs- und Untreuedelikte. Daneben entwickelt sich seit kurzem ein weiterer zukunftsträchtiger Markt rund um die Cyber-Versicherung. Hierbei handelt es sich um eine All-Risk-Police, die sowohl Eigenschäden als auch Drittschäden im Rahmen von Hackerangriffen und Datenverlusten absichert.

Hier bietet FINLEX die folgenden Versicherungsprodukte an, wobei die Cyber-Versicherung aufgrund des umfangreichen Deckungsschutzes eher als Mischprodukt zwischen Eigenschaden- und Haftpflichtversicherung einzuordnen ist.

Vertrauensschadenversicherung (VSV)

Vertrauensschadenversicherung (VSV)

Eine Vertrauensschadenversicherung schützt Unternehmen vor finanziellen Schäden aus unerlaubten Handlungen. Kein verantwortungsvoller Geschäftsführer sollte sich der Themen Transparenz, Prävention und Absicherung dieses Risikos entziehen. Jährlich entstehen in deutschen Unternehmen Schäden in Milliardenhöhe – Tendenz steigend. Dabei sind die Motive vielschichtig und im Vorfeld schwer zu erkennen. Trotz dieser Entwicklung spielt die Vertrauensschaden-Versicherung gerade im Mittelstand eine eher untergeordnete Rolle. Das Produkt ist meist zu komplex, allerdings ist dieses Produkt für jede Branche und Unternehmensgröße relevant: Opfer einer wirtschaftskriminellen Handlung kann jedes Unternehmen werden!

Was ist versichert?
Die VSV schützt Ihr Unternehmen bei Vermögensschäden, die Ihnen aufgrund vorsätzlich, unerlaubter Handlungen wie z.B. Diebstahl, Unterschlagung oder Betrug entstehen. Auch unmittelbare Schäden aufgrund von Computersabotage oder Geheimnisverrat sind versichert.

Zusätzlich ersetzen viele Versicherer in gewissem Umfang die Kosten, die bei der Rechtsverfolgung oder der Ermittlung des Schadens entstehen.

Wer ist versichert?
In den Versicherungsschutz sind alle Mitarbeiter und Betriebsangehörigen einbezogen, unabhängig davon, ob sie befristet oder unbefristet in Ihrem Unternehmen beschäftigt sind. Dieser Schutz gilt automatisch auch für Personen, die im Auftrag nur vorübergehend in den Geschäftsräumen tätig sind. Der Schutz gilt weltweit und für alle Filialen und Tochtergesellschaften.

Wer versichert?
Nur eine Hand voll Versicherer zeichnet die Vertrauensschadenversicherung in Deutschland. Bei der Schadenregulierung trennt sich aufgrund der häufig in den Versicherungsbedingungen verwendeten, unbestimmten Rechtsbegriffen schnell die Spreu vom Weizen. Hier muss auch der Versicherungsnehmer dem Versicherer „Vertrauen“ entgegenbringen.